Spaziergänger auf dem Holzsteg der Hafenmole Dique de Levante in Torrevieja.
Torrevieja

Torreviejas Winterkirmes nur teilweise im Hafen

Symbolfoto · Foto: Ximonic (Simo Räsänen) · CC BY-SA 4.0

AVon · 12. Oktober 2026, 15:31 Uhr

Im Hafen von Torrevieja steht zur Winterkirmes bislang nur ein kleiner Teil des früheren Angebots. Viele größere Fahrgeschäfte bleiben wegen höherer Gebühren vorerst im Parque Antonio Soria.

Die Feria von Torrevieja ist in den Hafen zurückgekehrt, vorerst aber nur in deutlich kleinerem Umfang als in früheren Wintermonaten. Nach Angaben der Zeitung Información ist von den sonst 16 oder 17 Attraktionen derzeit nur ein Fahrgeschäft im Hafen aufgebaut: der „Dragón“. Dazu kommen zwei Stände für „pesca de patos“ (Entenangeln), drei Spielbuden und eine Churrería.

Der größere Teil der Feria ist nicht mit umgezogen. Rund 14 Attraktionen, vor allem die größeren Anlagen, bleiben dem Bericht zufolge vorerst im Parque Antonio Soria. Dort stehen sie zusammengeklappt, ohne dass der Umzug begonnen wurde.

Gebühren im Hafen stark gestiegen

Aus Sicht der Schausteller ist vor allem der Preis das Problem. Die Gebühr für die Nutzung der Fläche im Hafen ist laut Información von 5,60 Euro pro Quadratmeter und Monat, die Anfang 2023 für den Winterzeitraum gezahlt wurden, auf 21,50 Euro gestiegen. Das ist fast das 3,84-Fache und entspricht einem Plus von 283 Prozent.

Für ein einzelnes Fahrgeschäft mittlerer Größe bedeutet das dem Bericht zufolge monatliche Kosten von 4.500 bis 5.000 Euro allein für den Stellplatz. Hinzu kommen Personal, Sozialversicherung, Strom, Wartung und Betrieb.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Gebühr derzeit unabhängig von der Jahreszeit gilt. Eine Unterscheidung zwischen Monaten mit hoher touristischer Nachfrage und dem Winterbetrieb gibt es demnach nicht. Abgerechnet wird außerdem monatsweise, auch wenn Aufbau und Eröffnung erst nach Monatsbeginn erfolgen.

Verspätete Freigabe des Geländes

Zu den höheren Gebühren kamen mehrere Verschiebungen beim Rückzug in den Hafen. Nach Darstellung der Zeitung waren zunächst der 15. Juli, dann der 1. August, später der 1. September und schließlich der 1. Oktober als Termine im Gespräch. Die letzte Planung sah vor, dass die Attraktionen am 26. September auf das Gelände fahren könnten, um für eine Eröffnung am 1. Oktober und für das Pilar-Wochenende bereit zu sein.

Die endgültige Bestätigung für den Aufbau kam aber erst am Nachmittag des 5. Oktober. Die ersten Attraktionen fuhren am 6. Oktober auf das Gelände, der Betrieb begann am 8. Oktober nach den nötigen Kontrollen und Zertifizierungen.

Für viele Betriebe war das nach Angaben von Información zu spät, um noch rechtzeitig für wirtschaftlich wichtige Tage Anfang Oktober aufzubauen. Manche Anlagen brauchen drei oder vier Tage Montage, dazu kommen die vorgeschriebenen technischen Abnahmen durch zertifizierte Kontrollstellen.

Was Besucher jetzt wo finden

Im Hafen gibt es damit wieder eine Feria, aber nur in sehr kleiner Form. Der Bericht nennt als aktuelles Angebot dort nur den „Dragón“, zwei Entenangel-Stände, drei Spielbuden und eine Churrería.

Die übrigen größeren Fahrgeschäfte stehen laut Zeitung weiter im Parque Antonio Soria. Bürgermeister Eduardo Dolón habe den Schaustellern laut Información zugesagt, dass auch diejenigen, die jetzt nicht aufbauen, später zu Ostern oder im Sommer noch zurückkehren könnten.

Offen ist zudem weiter eine im Wahlkampf angekündigte Ermäßigung für den Winterbetrieb. Laut Zeitung hatte Dolón eine Senkung der Wintergebühren um 80 Prozent in Aussicht gestellt. Mit der Eröffnung des neuen Hafenareals ist diese Vergünstigung bisher demnach nicht umgesetzt worden.

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