Belebte Terrassen und Palmen an der Promenade Paseo Juan Aparicio in Torrevieja im Abendlicht.
Torrevieja

Bußgeld für Käufer bei illegalen Straßenhändlern in Torrevieja

Symbolfoto · Foto: Ximonic (Simo Räsänen) · CC BY-SA 4.0

AVon · 23. Oktober 2026, 14:34 Uhr

Wer in Torrevieja auf der Strandpromenade bei illegalen Straßenhändlern kauft, kann selbst ein Bußgeld bekommen. Im Sommer 2026 verhängte die Policía Local erstmals bekannt gewordene Verfahren vor allem am Paseo de Juan Aparicio; vorgesehen sind 200 Euro, ermäßigt 120 Euro.

In Torrevieja wird der Kauf bei illegalen Straßenhändlern auf der Promenade nicht mehr nur angekündigt, sondern tatsächlich geahndet. Die Policía Local verhängte im Juli und August 2026 Bußgelder gegen Menschen, die beim sogenannten Top Manta Waren kauften.

Betroffen war in den bekannt gewordenen Fällen vor allem der Paseo de Juan Aparicio. Dort kontrollierten Streifen in mehreren Fällen direkt am Ort des Kaufs. Die Stadt stützt sich dabei auf ihre seit Februar 2022 geltende Verordnung zum Zusammenleben im öffentlichen Raum.

Wo kontrolliert wird

Die bekannten Fälle spielten sich überwiegend am Paseo de Juan Aparicio ab, also auf der stark frequentierten Strandpromenade. Genannt werden unter anderem Kontrollen auf Höhe von Burger King sowie in der Nähe des Geschäfts Koala Bay.

Wer dort Kleidung, Unterwäsche, Kappen oder andere Waren von nicht genehmigten Händlern kauft, riskiert selbst ein Verfahren. Es kommt dabei nicht darauf an, ob ein Artikel später als Fälschung eingestuft wird. Geahndet wird schon der Kauf im öffentlichen Raum aus nicht genehmigtem Straßenverkauf.

Wie hoch die Bußgelder sind

Die Verstöße werden als leichte Ordnungswidrigkeit eingestuft. In den bekannt gewordenen Akten liegt die Sanktion bei 200 Euro. Vorgesehen ist eine Ermäßigung von 40 Prozent, sodass sich die Zahlung auf 120 Euro verringert.

Einige Verfahren waren bereits abgeschlossen, und in mindestens einem Fall wurde das Bußgeld von 200 Euro bereits eingezogen. Insgesamt blieb die Zahl der Sanktionen im Sommer noch niedrig; bekannt wurden nicht mehr als zehn Fälle.

Worauf Käufer achten müssen

Die Polizei muss den Kauf nachweisen können. In der Praxis ist das nur möglich, wenn Beamte die Übergabe beobachten und belegen können. Genau deshalb galten die Hinweisschilder auf der Promenade bisher vor allem als Abschreckung. Nun zeigt sich, dass aus der Warnung echte Anzeigen geworden sind.

Wer auf den Promenaden von Torrevieja unterwegs ist, sollte deshalb nichts bei fliegenden Händlern kaufen, die ohne Genehmigung auf dem Boden oder aus Taschen heraus Waren anbieten. In den dokumentierten Fällen zog die Polizei die gekauften Produkte sofort ein. Beschlagnahmt wurden unter anderem ein weißes T-Shirt der spanischen Nationalmannschaft in Größe XL, eine Kappe, zwei Packungen Boxer-Shorts, Turnschuhe, Unterwäsche, eine Hose und ein Fußballtrikot; in einem weiteren Fall nahe Koala Bay nennt das Dokument die Waren nicht.

Auf dem Paseo de Juan Aparicio stehen bereits gut sichtbare Schilder, die vor dem illegalen Kauf und vor Bußgeldern warnen.

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