
Ferienwohnungen als Saisonmiete: 8.318 Inserate sollen weg
Symbolbild, KI-generiert
Das spanische Ministerium für Soziale Rechte, Verbraucherschutz und Agenda 2030 hat zwei Unterkunftsplattformen aufgefordert, 8.318 Anzeigen für touristische Wohnungen zu entfernen. Die Wohnungen werden als alquiler de temporada – also Saison- oder Zeitmiete – angeboten und könnten gegen Vorschriften verstoßen.
Die Generaldirektion für Verbraucherschutz hält die Anzeigen für möglicherweise irreführend. Der Vorwurf lautet, dass Buchungen von weniger als 31 Tagen möglich sind, obwohl die Unterkünfte als Saisonmiete beworben werden.
Das Ministerium sieht darin einen möglichen Verstoß gegen das spanische Mietgesetz Ley de Arrendamientos Urbanos nach dessen Änderung durch das Königliche Gesetzesdekret 29/2026. Der Ministerrat beschloss die Änderung am 2026-10-06.
Was Plattformen jetzt tun müssen
Das Ministerium übermittelte die Aufforderung über die Meldewege der EU-Verordnung über digitale Dienste. Nach Eingang der Mitteilung können die Unternehmen für die möglichen Verstöße unmittelbar verantwortlich werden.
Wenn die Plattformen die Anzeigen nicht entfernen oder den Zugang dazu nicht sperren, kann das Ministerium ein Verfahren gegen sie einleiten.
Wo die meisten betroffenen Anzeigen liegen
Die meisten beanstandeten Angebote liegen in der Region Madrid: 6.772 Anzeigen. Davon entfallen 6.523 auf die Stadt Madrid.
Bisherige Eingriffe des Ministeriums
Die Maßnahme ist Teil einer Strategie gegen aus Sicht des Ministeriums irreguläre Praktiken auf dem Mietmarkt.
Das Ministerium verhängte gegen Airbnb eine Sanktion von 64 Millionen Euro, weil dort tausende touristische Unterkünfte gegen Vorschriften verstoßen hätten. Danach wurden mehr als 65.000 Anzeigen von der Plattform entfernt.
Auch Booking entfernte nach einer behördlichen Aufforderung mehr als 4.000 Anzeigen, die nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprachen.
Gegen Alquiler Seguro verhängte das Ministerium eine Geldbuße von 3,6 Millionen Euro wegen Praktiken, die es als missbräuchlich gegenüber Mietern einstuft. Außerdem läuft ein Verfahren gegen ein weiteres großes Immobilienunternehmen, das in Spanien tausende Wohnungen verwaltet.
Información nennt keine Zahlen für die Costa Blanca oder die Costa Cálida.
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