Zu sehen ist ein breiter Hochwasserkanal neben einer Wohnsiedlung, mit wassergefüllten Rückhaltebecken, schilfbewachsenen Feuchtflächen, Spazierwegen und dunklen Wolken nach starkem Regen (KI-Symbolbild).
Los Alcázares

Los Alcázares: Großprojekt gegen Hochwasser ab 2027

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 4. November 2026, 12:16 Uhr

Für den hochwassergefährdeten Ortskern von Los Alcázares rückt ein zentrales Schutzprojekt näher. Die Kanalisierung der Rambla de las Pescaderías für 35,7 Millionen Euro soll nach Angaben der CHS 2027 beginnen.

Für Eigentümer, Bewohner und Überwinterer am Mar Menor ist vor allem diese Zahl wichtig: 35,7 Millionen Euro sollen in die Kanalisierung der Rambla de las Pescaderías in Los Alcázares fließen. Nach einem Bericht von La Verdad erwartet die Confederación Hidrográfica del Segura (CHS), die staatliche Wasserbehörde für das Segura-Becken, dass beide Bauphasen bis zum ersten Quartal 2027 vergeben sind. Danach soll das Projekt beginnen.

Die Maßnahme soll den Ortskern von Los Alcázares besser vor Überflutungen schützen und zugleich die Menge an Schlamm verringern, die über die Rambla de La Maraña ins Mar Menor gelangt.

Zwei Bauphasen für den Stadtabschnitt

Die CHS will noch vor Ende 2026 die Arbeiten der ersten Phase für 17 Millionen Euro vergeben. Dabei geht es um die Einfassung des städtischen Abschnitts auf 1.250 Metern entlang der Avenida Muñoz Zambudio. Laut Bericht haben rund 20 Firmen Angebote eingereicht. Für die Ausführung sind 28 Monate vorgesehen.

Geplant ist dort ein grüner Fußgängerkorridor mit einem System von Schächten, das Wasser aufnehmen und ein Übertreten des Bachbetts verhindern soll. Die zweite Phase mit weiteren 18,7 Millionen Euro soll wenige Wochen später vergeben werden. Zusammen ergibt das 35,7 Millionen Euro.

Zusätzliche Arbeiten an der Mündung laufen schon

Unabhängig davon hat die Gemeinde Los Alcázares ihren Teil an der Mündung bereits begonnen. Dieser Bereich an der Plaza de las Pescaderías wird mit 1,3 Millionen Euro aus Eigenmitteln finanziert. In zwei Monaten soll das von früheren Überschwemmungen geschädigte Umfeld zwischen der Brücke Nueve Ojos und der Promenade in einen überflutbaren Park umgestaltet werden.

Vorgesehen ist, Regenwasser dort zurückzuhalten und in das Regenrückhaltebecken zu leiten, das laut Bericht nie in Betrieb ging. Schutzmauern an den Wohnhäusern sollen mit vertikalen Gärten, weiterer Vegetation, Bänken und schattigen Ruhebereichen gestaltet werden.

Weitere Schutzmaßnahmen im Umfeld

Auch in San Javier laufen oder entstehen weitere Hochwasserschutzprojekte. Die Stadt hat laut La Verdad gerade Bauarbeiten für einen überflutbaren Park in der Calle Jabalina für 1,8 Millionen Euro vergeben. Er soll nahe der Nationalstraße N-332 und beim Stadion Pitín Oberflächenwasser aus der Rambla de Cobatillas bremsen.

Hinzu kommen acht Dämme und eine kontrollierte Rückhaltezone, die die CHS für fast 12 Millionen Euro an Ferrovial vergeben hat; die Arbeiten sollen in 18 Monaten fertig sein. Später soll außerdem im Bereich Peri de Telefónica ein weiterer überflutbarer Park mit mehr als 70.000 Quadratmetern entstehen.

In El Mirador steht zudem die Verlegung einer wichtigen Anlage der Mancomunidad de los Canales del Taibilla an. Die sogenannte almenara – ein wasserwirtschaftliches Bauwerk – war vor einem Jahr kollabiert und wurde beim Durchzug der DANA Alice durch Schlammeintrag schwer beschädigt. Das führte dazu, dass in der Mar-Menor-Region fast zwei Wochen lang die Trinkwasserversorgung unterbrochen war. Die Verlegung für 1,2 Millionen Euro soll im Dezember vergeben werden.

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