Region Murcia

Madrid plant über 400 Millionen Euro für Murcias Stromnetz ein

Titelkarte: Murcia plant bis 2030 über 400 Millionen fürs Stromnetz (mit KI-Illustration).

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 4. November 2026, 06:24 Uhr

Die Region Murcia soll bis 2030 deutlich mehr Geld in ihr Stromnetz bekommen als bisher geplant. Das soll zusätzliche Anschlüsse für Industrie, neue Wohnungen, Häfen und Bahn ermöglichen.

Für die Region Murcia liegt ein neuer Ausbauplan für das Stromnetz vor, der Investitionen von mehr als 400 Millionen Euro bis 2030 vorsieht. Nach Angaben von La Verdad soll damit eine zusätzliche Stromnachfrage von 1,6 Gigawatt gedeckt werden. Das ist wichtig für neue Wohngebiete, Gewerbe- und Industrieprojekte.

Vorgestellt wurde der Vorschlag des spanischen Umwelt- und Energieministeriums Miteco am Mittwoch, 14. Oktober 2026, in Madrid. Miteco ist das Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung und zuständig für die staatliche Planung solcher Netze. Der Generaldirektor für Industrie, Energie und Bergbau der Region Murcia, Federico Miralles, sagte der Zeitung, die neue Planung vervielfache die Investitionen gegenüber der vorherigen Planung auf das Fünffache.

Was gebaut werden soll

Der Plan sieht nach dem Bericht fünf neue Umspannwerks-Standorte vor, davon drei erst nach der Einspruchsphase. Zwei davon dienen dem industriellen Bedarf, ein dritter dem Wohnungsbau. Hinzu kommen Maßnahmen an bestehenden Anlagen.

Außerdem sind 297 Kilometer neue Stromleitungen vorgesehen. Weitere 79 Kilometer bestehender Leitungen sollen verstärkt werden.

Als konkrete Vorhaben nannte Miralles fünf Projekte: eine neue Umspannanlage in Argós, eine neue Anlage im Bereich Arco Noroeste mit zwei zusätzlichen Schaltfeldern, die Verstärkung der Strominfrastruktur im Ballungsraum Murcia für den Wohnungsbau, den Ausbau des Netzes für die Comarca Guadalentín sowie den bestätigten Bau einer neuen Umspannanlage in Escombreras.

Warum das auch an der Küste wichtig ist

Für Leser an der Costa Cálida ist vor allem entscheidend, dass der Plan zusätzliche Kapazitäten für neue Wohnungen und wirtschaftliche Entwicklung schaffen soll. Das Ministerium hebt neben Industrie und Wasserstoffproduktion in Escombreras ausdrücklich auch Kapazitäten für neue Wohnbauten, die Elektrifizierung von Häfen und die Verstärkung des Bahnnetzes hervor.

Nach den Angaben aus der Region ist das derzeit ein praktisches Problem. Miralles sagte, solange die Planung nicht endgültig genehmigt sei, könnten Projekte nicht bearbeitet werden.

Zahlen zum zusätzlichen Bedarf

Von der zusätzlichen Nachfrage von 1,6 Gigawatt entfallen laut Ministerium 70 Prozent auf Industrie und Wasserstoffproduktion. Das entspricht rund 1,12 Gigawatt. Für die Stromerzeugung soll außerdem der Anschluss von mehr als 670 Megawatt im Eigenverbrauch ermöglicht werden, also vor allem für Anlagen, die ihren Strom selbst nutzen.

Wann der Plan endgültig beschlossen wird, nennt der Bericht nicht.

← Alle Nachrichten

Mehr aus der Region