
Calp beschließt Müllzuschlag für Ferienwohnungen
Symbolbild, KI-generiert
Für Eigentümer von touristisch vermieteten Wohnungen in Calp wird die Müllgebühr teurer. Das Stadtparlament hat die Änderung der Satzung für die Hausmüllabfuhr endgültig beschlossen: Künftig fallen für Ferienwohnungen zusätzlich 40 Euro pro Jahr für jeden registrierten Platz an. Hinzu kommt weiterhin die normale Müllgebühr, die sich nach der Lage der Immobilie richtet.
Die Zeitung Información berichtet unter Berufung auf das Rathaus, dass die neue Regelung eine Entlastung für normale Wohnungen und höhere Abgaben für Ferienunterkünfte und den Handel vorsieht.
Was sich für Eigentümer ändert
Normale Wohnungen werden in Calp bei der Müllgebühr entlastet. Nach Angaben des Rathauses sinkt der Bescheid in allen neun Zonen um 18,08 Prozent. Das entspricht je nach Zone einer jährlichen Entlastung von 29,30 bis 46,49 Euro pro Haushalt.
Ferienwohnungen zahlen dagegen künftig einen Zuschlag von 40 Euro pro registriertem Platz und Jahr. Wer also eine touristisch vermietete Wohnung mit vier registrierten Plätzen hat, muss 160 Euro zusätzlich im Jahr zahlen; bei sechs Plätzen wären es 240 Euro. Dazu kommt jeweils noch die übliche Müllgebühr nach Standort.
Auch für den Handel steigt die Abgabe: Für Geschäfte erhöht sich der Bescheid nach Angaben des Rathauses um 5 Prozent.
Debatte im Stadtparlament
In der Plenarsitzung am 2026-10-13 wurden Einwände der Unternehmervereinigung Aemco und der Gruppe Defendamos Calpe abgelehnt. Dafür stimmten Somos Calpe, PSOE und Compromís.
Der sozialistische Fraktionssprecher Guillermo Sendra erklärte, die Initiative leite sich aus europäischen Vorgaben ab; Ziel sei es, denjenigen zu begünstigen, der mehr recycelt. Compromís-Sprecher Ximo Perles sagte, die Einnahmen müssten an die tatsächlichen Kosten angepasst werden. Bei Ferienwohnungen gebe es zwar oft keine gemeldeten Bewohner, es entstehe aber dennoch Müll.
Aus der Opposition kam Kritik an der Berechnungsgrundlage. Defendamos-Calpe-Sprecher Paco Quiles erklärte laut Información, die 40 Euro pro Platz seien nicht ausreichend begründet. Auch die pauschale Erhöhung um 5 Prozent für Geschäfte sei aus seiner Sicht nicht automatisch mit einer entsprechenden Müllmenge gleichzusetzen.


