Zu sehen ist eine ländliche Straße mit nasser Fahrbahn und einem eingeschalteten orangefarbenen Warnlicht vor einem teilweise überfluteten Straßenabschnitt unter dunklen Wolken (KI-Symbolbild).
Elche

Elche sperrt überflutete Straßen künftig per Leuchtsignal

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 7. November 2026, 12:12 Uhr

Am Camino Viejo de Santa Pola in Elche sind zwei Leuchtsignale installiert worden. Sie werden aus der städtischen Einsatzzentrale aktiviert, wenn bei Starkregen Überschwemmungsgefahr besteht.

Autofahrer und Fußgänger in Elche müssen sich an einem besonders überschwemmungsgefährdeten Straßenabschnitt auf neue Sperrsignale einstellen. Am Camino Viejo de Santa Pola, dort wo der Barranco de San Antón einmündet, hat die Stadt zwei leuchtende Signale installiert, die den Verkehr bei Hochwassergefahr in beide Richtungen stoppen.

Die Signale stehen am Anfang und am Ende des überflutungsgefährdeten Abschnitts. Sie werden aus dem städtischen Centro de Coordinación Operativa Municipal (Cecopal), der kommunalen Einsatzzentrale, ferngesteuert. Sobald das kommunale Notfallsystem aktiviert ist und Überschwemmungsgefahr besteht, schalten die Verantwortlichen die Signale auf Rot und sperren den Zugang sofort.

Dann ist die Sperre verbindlich: Wer die leuchtende Anzeige sieht, darf die ausgeschilderte Straße nicht befahren. Die Stadt bezieht das ausdrücklich auf beide Fahrtrichtungen. Am Camino Viejo de Santa Pola gilt die Sperre auch für Fußgänger.

Erste zwei Anlagen am Barranco de San Antón

Die ersten beiden Anlagen wurden am 21. Oktober 2026 an zwei Punkten rund um den Barranco de San Antón installiert: im städtischen Abschnitt des Barranco und an seiner Kreuzung mit der Straße nach Santa Pola. In dem Bereich stehen mehrere Grundstücke und Wohnhäuser; bei starkem Regen können Zu- und Ausfahrten blockiert werden.

Die Stadt erklärt, dass Polizei und Protección Civil dort bisher regelmäßig persönlich den Verkehr sperren mussten. Mit den neuen Signalen soll das früher und ohne Wartezeit möglich sein. Die Anlagen arbeiten mit Solarstrom.

Auslösung noch nicht automatisch nach festen Wasserständen

Wichtig für Verkehrsteilnehmer: Die Signale schalten nach derzeitigem Stand nicht automatisch bei einem fest definierten Wasserstand um. Elche hat Ende September vier Pegelsensoren am Vinalopó sowie an den Barrancos San Antón, Los Arcos und Barbasena installiert, aber noch keine festen Schwellenwerte festgelegt, ab wann Alarm ausgelöst wird. Dafür fehlen der Stadt noch genügend Messdaten aus stärkeren Hochwasserlagen.

Die Entscheidung fällt deshalb vorerst im Cecopal anhand mehrerer Informationen zugleich: der Messwerte der Sensoren, der Bilder von Überwachungskameras und der Einschätzung der Einsatzkräfte.

Weitere gefährdete Punkte sollen folgen

Das Rathaus will das System schrittweise auf weitere überflutungsgefährdete Stellen im Gemeindegebiet ausdehnen. Die erste Anschaffung kostete 5.000 Euro.

Die Leuchtsignale sind Teil eines größeren Warnsystems gegen Überschwemmungen. Dazu gehören Sirenen, Kameras, SMS-Warnungen und Pegelsensoren. Während der jüngsten Unwetterlage mit Niederschlägen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter hatte die Stadt ihre Einsatzzentrale bereits aktiviert, die Sirenen mussten aber nicht ausgelöst werden.

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