Zu sehen ist eine umzäunte Wohnungsbaustelle in einer mediterranen Stadt mit Rohbau, Baumaterialien und mehrstöckigen Apartmenthäusern im Hintergrund (KI-Symbolbild).
Elche

Elche schreibt 45 Ersatzwohnungen in San Antón neu aus

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 7. November 2026, 11:26 Uhr

Für 45 geschützte Wohnungen im Viertel San Antón ist in Elche kein Angebot eingegangen. Die Stadt will die Ausschreibung deshalb mit höherem Budget wiederholen.

Die Stadt Elche muss den Bau von 45 geschützten Wohnungen im Viertel San Antón neu ausschreiben. Für das laufende Vergabeverfahren hat kein Unternehmen ein Angebot abgegeben. Damit verzögert sich die dauerhafte Unterbringung eines Teils der Familien, die aus Block 8 in der Calle Palombar evakuiert wurden.

Am Freitag, 2026-11-06, soll der Verwaltungsrat der städtischen Gesellschaft Pimesa eine Erhöhung des Ausschreibungsbudgets um 10 Prozent beschließen: von ursprünglich 4,6 Millionen Euro auf rund 5,3 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer. Damit soll die Vergabe für Bauunternehmen attraktiver werden.

Zeitplan wird unsicher

Als die Stadt die Ausschreibung Ende September 2026 veröffentlichte, ging sie davon aus, dass die Arbeiten Anfang 2027 beginnen und im ersten Quartal 2029 abgeschlossen sein könnten. Weil das Verfahren wiederholt werden muss, ist dieser Zeitplan nun unsicher.

Das neue Gebäude 5 in San Antón ist als zehnstöckiger Bau mit Zugängen über die Calle Obispo Cubero und die Avenida de Santa Pola geplant. Es soll 45 öffentlich geförderte oder preisgebundene Wohnungen aufnehmen. Davon sind 27 Wohnungen mit zwei Schlafzimmern und 18 mit drei Schlafzimmern vorgesehen.

Die Wohnflächen liegen zwischen 47,65 und 61,71 Quadratmetern. Hinzu kommen zwei Untergeschosse mit insgesamt 44 Stellplätzen, davon 23 auf der zweiten und 21 auf der ersten Untergeschossebene, sowie ein Ladenlokal im Erdgeschoss. Außerdem ist eine Dachebene für Haustechnik und Wäschetrockenplätze vorgesehen. Die maximale Bauzeit beträgt 24 Monate ab Baubeginn.

74 Wohnungen für die betroffenen Familien vorgesehen

Die 45 Wohnungen sind vorrangig für Familien gedacht, die aus Block 8 in San Antón ausziehen mussten. Insgesamt will die Stadt 74 Wohnungen für die betroffenen Haushalte bereitstellen: 20 im bereits errichteten Gebäude 4 von San Antón, neun städtische Wohnungen in den Gebäuden 2 und 3 sowie die nun erneut auszuschreibenden 45 Wohnungen in Gebäude 5.

Mit diesem Bau würde die erste Phase der Stadterneuerung in San Antón abgeschlossen. In dem Viertel sind danach noch zwei weitere Etappen und rund 600 zusätzliche Wohnungen vorgesehen. Bisher wurden 328 Wohnungen im Rahmen dieser Erneuerung gebaut.

Abriss und Finanzierung noch offen

Eng verknüpft ist das Projekt mit dem Abriss von Block 8, der nach der Räumung als baufällig eingestuft wurde. Ende September 2026 stellte die Stadt in Aussicht, dass das Abrissprojekt Ende Oktober 2026 fertig ausgearbeitet sein könnte, um den Abriss im Sommer 2027 anzugehen. Derzeit ist nach Angaben des Stadtregierungsteams ein Entwurf fertig, der in diesen Tagen angepasst wird.

Vor dem Abriss soll außerdem geprüft werden, ob Eigentümer oder frühere Mieter persönliche Gegenstände aus dem Gebäude zurückholen können, sofern die Sicherheitslage das zulässt. Pimesa führt dazu Gespräche mit den Betroffenen im Einzelfall.

Auch die Finanzierung müsste bei einem höheren Auftragswert angepasst werden. Für das Gesamtprojekt waren zunächst 5,8 Millionen Euro veranschlagt. Darin enthalten waren neben dem Neubau auch der Abriss des betroffenen Blocks, die Gestaltung des Umfelds, die Planung, Lizenzen und weitere begleitende Arbeiten. Nach dem bisherigen Schlüssel sollten 2,5 Millionen Euro von der Generalitat Valenciana kommen, 1,9 Millionen von den Bewohnern und 1,3 Millionen von der Stadt Elche. Das entspricht 43,1, 32,8 und 22,4 Prozent; wegen Rundungen weicht das leicht von den in den Unterlagen genannten Prozentwerten ab. Wie die Mehrkosten nach der neuen Ausschreibung verteilt werden, ist noch nicht festgelegt.

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