Ausbau des Hospital Vega Baja verzögert sich bis 2027

Symbolbild, KI-generiert
Die Bauarbeiten zur Erweiterung des Hospital Universitario Vega Baja in Orihuela dauern länger als zuletzt vorgesehen. Die Fertigstellung, die noch für Ende 2026 erwartet worden war, wird nun für das erste Quartal 2027 angesetzt. Das berichtet die Zeitung Información.
Das Krankenhaus ist Referenzzentrum für mehr als 183.000 Einwohner in 18 Gemeinden des Gesundheitsbezirks Orihuela und beschäftigt mehr als 2.000 Fachkräfte.
Was schon fertig ist und was noch fehlt
Der Baufortschritt liegt nach Angaben aus der Gesundheitsverwaltung bei mehr als 90 Prozent. Im Februar hatte er bei 80 Prozent gelegen.
In Betrieb genommen wurden in den vergangenen Monaten bereits der neue Haupteingang mit Vestibül, Informationspunkt sowie Arbeitsbereichen für Aufnahme und klinische Dokumentation, außerdem die Notfallplattform, der Hubschrauberlandeplatz und ein neues Abfallgebäude. Dafür stellte die Generalitat 8,5 Millionen Euro bereit.
Fertig ist auch ein äußerer Boulevard als Verbindung zwischen den Gebäuden. Darunter liegt eine Tiefgarage mit einem Bereich für Elektrofahrzeuge der Einheit für Krankenhausbehandlung zu Hause sowie barrierefreien Zugängen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Was nach dem Ausbau entstehen soll
Nach Abschluss der Arbeiten soll das Krankenhaus zwei neue Gebäude mit zusammen 14.700 zusätzlichen Quadratmetern erhalten. Die Gesamtfläche steigt damit um rund 40 Prozent von 36.300 auf mehr als 50.000 Quadratmeter.
Die Zahl der Betten soll um 52 auf mehr als 370 steigen. Geplant sind 98 ärztliche Sprechzimmer statt bisher 30 und 23 Pflege-Sprechzimmer statt 10. Die Zahl der Endoskopieräume steigt von 2 auf 5.
Im nördlichen Neubau sollen die Facharztambulanzen, die Tagesklinik und die psychiatrischen Bereiche untergebracht werden. Die neue Tagesklinik umfasst einen onkohämatologischen Bereich mit 16 Plätzen und einen polyvalenten Bereich mit weiteren 16 Plätzen. Damit steigt die Kapazität von 20 auf 32 Plätze. Hinzu kommt eine neue psychiatrische Tagesklinik für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche mit Platz für 15 Patienten. Außerdem sind 12 neue Behandlungsräume für verschiedene Fachbereiche vorgesehen.
Der südliche Neubau ist für ambulante Chirurgie ohne stationäre Aufnahme vorgesehen. Dort entstehen eine Einheit für größere ambulante Operationen mit zugehöriger Aufwachstation, eine Einheit für kleinere Eingriffe, außerdem eine neue Sterilisationszentrale und eine neue Hämodialyse-Einheit.
Im bisherigen Krankenhaus sollen dadurch Flächen frei werden. Vorgesehen sind dort ein neuer Kreißsaal sowie mehr Platz für Notaufnahme, Radiologie und Intensivstation. Zusätzlich sind eine Kurzzeitstation und eine Einheit zur Vorbereitung von Aufnahmen geplant, um stationäre Einweisungen zu beschleunigen.
Kosten deutlich gestiegen
Die Bauarbeiten wurden Ende 2022 an die Arbeitsgemeinschaft Rover-Germania für 62,5 Millionen Euro vergeben. Das waren 6,9 Millionen Euro weniger als der ursprüngliche Ansatz. Inzwischen nennt die Generalitat eine Gesamtinvestition von mehr als 82 Millionen Euro, also 19,5 Millionen mehr als vorgesehen.
Zu den Gründen zählen Änderungen am Projekt. Ein Aufschlag von 8 Millionen Euro wurde nötig, um die Planung an neue Bauvorschriften für Beton- und Stahlkonstruktionen anzupassen. Hinzu kam eine zweite Änderung nach einer Prüfung durch die Generaldirektion Wasser, um das Krankenhaus besser gegen Überschwemmungen zu schützen.
Parallel laufen Arbeiten gegen Hochwasser
Zum Schutz vor Starkregen bekommt das Krankenhausgelände eine stärkere Sicherung mit einem Rückhaltebecken und einem Entwässerungssystem. Diese Arbeiten begannen im September 2026. Das Budget liegt nach der Vergabe bei 1,2 Millionen Euro, die Bauzeit bei acht Monaten.
Die Erweiterung war bereits nach der DANA von 2019 überarbeitet worden. Später wurde sie wegen der Pandemie erneut angepasst, damit sie bei künftigen Gesundheitskrisen mit offeneren und großzügigeren Bereichen besser funktioniert.


