Eine Küstenstraße bei starkem Regen mit Pfützen, vorsichtig fahrenden Autos, vom Wind gebogenen Palmen und dunklen Gewitterwolken über dem Meer (KI-Symbolbild).
Wetter

Unwetter an der Küste: Rot im Norden, viel Regen im Süden

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 18. Oktober 2026, 10:02 Uhr

An der Nordküste der Provinz Alicante gilt am Sonntag, 18. Oktober, Alarmstufe Rot wegen Starkregens. In der Marina Alta und in der Vega Baja sind bereits teils hohe Niederschlagsmengen gefallen, lokal mit überfluteten Straßen.

Für Teile der Costa Blanca gilt am Sonntag, 18. Oktober, eine ernste Unwetterlage. Nach der am Samstag verbreiteten Aktualisierung des spanischen Wetterdienstes Aemet besteht an der Nordküste der Provinz Alicante Alarmstufe Rot. Dort werden im Zeitraum von 10.00 Uhr am Sonntag bis 10.00 Uhr am Montag 200 Liter Regen pro Quadratmeter in zwölf Stunden erwartet; örtlich könnten es in 24 Stunden bis zu 300 Liter werden.

Besonders im Blick steht nach Angaben von Aemet die Gegend um das Cabo de la Nao bei Xàbia. Die Behörde weist zugleich darauf hin, dass sich die höchsten Mengen auch auf benachbarte Gebiete ausdehnen können. Für Küsten- und küstennahe Bereiche in Alicante und Murcia nennt Aemet außerdem mögliche 80 bis 100 Liter pro Quadratmeter in zwölf Stunden.

Für Anwohner und Autofahrer ist vor allem wichtig: Aemet warnt vor lokalen Überschwemmungen sowie plötzlich anschwellenden Rambla-Betten und Bächen. In der Vega Baja gab es laut Información in der Nacht bereits Wasseransammlungen auf Straßen und punktuelle Verkehrssperren.

Wo bereits viel Regen gefallen ist

In der Marina Alta kamen zwischen der letzten Stunde des Samstags und der Nacht zum Sonntag laut Aemet bereits fast 100 Liter pro Quadratmeter zusammen. Nach Messungen von Avamet wurden in den vergangenen acht Stunden besonders hohe Werte in Xàbia registriert: 97,3 Liter im Parc Natural del Montgó, 94,8 in Asevi, 90,4 in der Partida Julians und 89,4 in les Valls. Hinzu kamen 81 Liter in Gata de Gorgos, 64 im Montgó-Gebiet von Dénia und 59,6 an der Station Joan Chabàs in Dénia.

Auch im Süden der Küste hat es bereits kräftig geregnet. Für die vergangenen vier Stunden meldete Avamet 44 Liter pro Quadratmeter in Torre de la Horadada, 40,2 in Dehesa de Campoamor und 28,2 an der Laguna de La Mata in Torrevieja.

Für die Vega Baja nennt Información in der Nacht teils noch höhere Summen. Gemessen wurden 49,8 Liter pro Quadratmeter in Los Balcones in Torrevieja, 49,4 in Torre de la Horadada, 45,4 am Club Náutico in Dehesa de Campoamor und 45,3 am Colegio Acequión in Torrevieja. Guardamar del Segura kam auf 35,8 Liter, die Urbanisation La Marina in San Fulgencio auf 34,3, Raso Pequeño in Rojales auf 29,2 sowie San Miguel de Salinas und Daya Nueva jeweils auf 28,2 Liter.

Wo die Gefahr am Sonntag am größten ist

Der Schwerpunkt des Unwetters liegt am Sonntag nach der Warnlage von Aemet im Norden der Provinz Alicante. Dort gilt die rote Warnstufe an der Küste. Der Sonntag und der Montag werden in der Vorhersage als die ungünstigsten Tage dieses Wetterereignisses bezeichnet.

Auch abseits der Rot-Zone bleibt die Lage angespannt. Für den Süden der Provinz galt nach den Angaben zur Nacht ein orangefarbener Regenhinweis zunächst bis Sonntag, 18. Oktober, 10.00 Uhr, mit möglichen 50 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde. Die Verteilung der Schauer bleibt laut Aemet unsicher, weil die genaue Lage der aktivsten Zellen von der Position des Wettertiefs und den Bodenwinden abhängt.

Was das für den Alltag bedeutet

Wer am Sonntag, 18. Oktober, in der Marina Alta, in Benidorm und Umgebung, in Alicante oder in der Vega Baja unterwegs sein muss, sollte mit Starkregen, zeitweise sehr schlechter Sicht und überfluteten Abschnitten rechnen. Besonders vorsichtig ist an Unterführungen, an sonst trockenen Bachläufen, in Senken und auf Straßen nahe Rambla-Betten zu fahren. Punktuelle Sperrungen sind bereits vorgekommen.

Nach Angaben des Provinz-Feuerwehrkonsortiums verlief die Nacht trotz der bisherigen Regenmengen zunächst vergleichsweise ruhig; gemeldet wurden nur drei regenbedingte Einsätze.

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