Elche

Zahnklinik in Elche schließt plötzlich: Was Patienten tun können

Titelkarte: Zahnklinik in Elche schließt plötzlich: Was Patienten tun können (mit KI-Illustration).

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 27. Oktober 2026, 19:08 Uhr

Die Zahnklinik Gab-O Oralis in Elche hat ihren Betrieb ohne Vorwarnung ausgesetzt. Wer dort in Behandlung ist oder im Voraus gezahlt hat, sollte sich jetzt um Weiterbehandlung, Unterlagen und mögliche Ansprüche kümmern.

In Elche hat die Zahnklinik Gab-O Oralis den Betrieb überraschend ausgesetzt. Für Patienten geht es dabei nicht nur um Geld, sondern auch um laufende Behandlungen, die nun ohne Betreuung dastehen. Besonders dringend ist das bei Zahnspangen, Alignern oder anderen Therapien, die regelmäßig kontrolliert werden müssen.

Am Dienstag, 27. Oktober 2026, hing an der Tür der Klinik ein Hinweis auf eine „vorübergehende Aussetzung der Tätigkeit“ mit Verweis auf eine Website und einen QR-Code. Vor der Praxis suchten fortlaufend Betroffene nach Auskunft, darunter Menschen mit bereits bezahlten und nur teilweise abgeschlossenen Behandlungen.

Información berichtet, dass die frühere Praxis von Mariano Follana an die Kette Oralis verkauft worden war. Diese befindet sich in einem Gläubigerverfahren. Die Schließung traf die Patienten unvorbereitet; noch wenige Tage zuvor lief der Betrieb weitgehend normal. Auch die Oralis-Klinik in Almoradí ist betroffen.

Was Patienten jetzt gesundheitlich tun sollen

Auf der Website der Oralis-Gruppe steht, dass wegen der vorübergehenden Aussetzung der Behandlungstätigkeit derzeit keine zahnmedizinische Versorgung angeboten wird. Wer Schmerzen, Schwellungen, Infektionen, Blutungen oder andere Komplikationen im Mund- und Zahnbereich hat, soll sich ohne Verzögerung an einen anderen Zahnarzt oder eine geeignete medizinische Einrichtung wenden.

Bei möglichen schweren Anzeichen nennt die Gruppe ausdrücklich den Notruf 112. Dazu zählen Atem- oder Schluckbeschwerden, schnell zunehmende Schwellungen im Gesicht oder am Hals, starke Blutungen, die nicht aufhören, oder eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands.

Unterlagen und Ansprüche

Unter den Betroffenen in Elche kursiert bereits eine Notiz mit ersten Schritten. Demnach soll die Behandlungsakte in Madrid angefordert werden. Außerdem wird erklärt, welche Unterlagen bei der städtischen Verbraucherstelle OMIC einzureichen sind. OMIC ist die Oficina Municipal de Información al Consumidor, also die kommunale Anlaufstelle für Verbraucherbeschwerden.

In dieser Notiz wird auch auf die Möglichkeit hingewiesen, sich im Gläubigerverfahren registrieren zu lassen. Das ist für Patienten wichtig, die Behandlungen im Voraus bezahlt haben und nun Geld zurückfordern wollen. Konkrete Fristen, Kontaktwege oder eine Liste der nötigen Unterlagen nennt der Bericht nicht.

Mehrere Betroffene prüfen daneben ihre Zahlungswege. Ein Patient kündigte an, sich bei seiner Bank nach Möglichkeiten zu erkundigen, laufende Raten zu stoppen oder zu klären, was mit weiteren Abbuchungen geschieht.

Viele Behandlungen mitten im Ablauf gestoppt

Der Bericht schildert mehrere Fälle aus Elche: Eine Familie hat nach eigenen Angaben mehr als 6.000 Euro im Voraus bezahlt, weil dafür ein Nachlass von rund 300 Euro angeboten worden war. Nun sind sowohl die Behandlung der Tochter als auch die des Ehemanns unterbrochen. In einem anderen Fall wurden am 1. September 1.000 Euro für transparente Aligner bezahlt, die nie ankamen.

Besonders heikel ist die Lage bei Patienten mit festsitzenden Zahnspangen oder bereits begonnenen kieferorthopädischen Behandlungen. Eine Mutter sagte, ihre Tochter habe seit Ende Februar eine feste Apparatur und brauche weiter die nötigen Anpassungen.

Betroffene in Elche versuchen inzwischen außerdem, eine Plattform der Geschädigten aufzubauen. Zugleich heißt es, der frühere Praxisinhaber Mariano Follana versuche zu vermitteln und Patienten teils an die Praxis seines Sohnes in Alicante zu verweisen.

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