Eine überflutete Straße ist mit rot-weiß gestreiften Absperrbaken blockiert, während nasser Asphalt und dunkle Wolken eine Unwettersituation zeigen (KI-Symbolbild).
Pilar de la Horadada

Pilar wirft San Pedro Umleitung von Regenwasser vor

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 27. Oktober 2026, 17:18 Uhr

Im Grenzgebiet von El Mojón streiten Pilar de la Horadada und San Pedro del Pinatar über mobile Hochwasserbarrieren. Pilar nennt fünf Straßen auf seiner Seite, die bei Regen besonders betroffen sein sollen.

Pilar de la Horadada hat die Nachbargemeinde San Pedro del Pinatar aufgefordert, im Küstenbereich von El Mojón bei Regen keine mobilen Hochwasserbarrieren mehr aufzustellen. Die Gemeinde wirft San Pedro vor, damit einen Teil des abfließenden Wassers in Richtung ihres Gemeindegebiets umzuleiten, sodass es auf Straßen in Pilar aufläuft. Das berichtet die Zeitung Información.

Für Bewohner und Eigentümer im Grenzbereich zwischen der Provinz Alicante und der Region Murcia geht es um die Frage, wie Regenwasser aus den Ramblas in El Mojón abfließt. Nach Darstellung von Pilar beseitigt die Sperre das Wasser nicht, sondern verändert seinen Lauf. Das kann dazu führen, dass sich Wasser auf der Seite von Pilar de la Horadada staut.

Welche Straßen nach Darstellung von Pilar betroffen sind

Der Infrastrukturstadtrat Rufino Lancharro sagt, San Pedro nutze die Barrieren derzeit an zwei Punkten. Einer davon liegt im Bereich der calle Mar Egeo. Wenn dort der Wasserlauf blockiert wird, seien auf der Seite von Pilar vor allem fünf Straßen betroffen: Mar Egeo, Clipper, Coral, Cristal und Veleta.

Nach seinen Berechnungen kann das Wasser dort rund 50 Meter in die Straßen eindringen. Pilar verweist außerdem darauf, dass der tiefste Punkt in diesem Bereich direkt an der Gemeindegrenze liegt und das Wasser natürlicherweise dorthin abläuft.

Probleme schon bei mäßigem Regen

Nach Darstellung von Pilar wird es nicht erst bei Extremregen kritisch. Die Gemeinde spricht von Überflutungen in El Mojón auch bei Niederschlägen von nicht mehr als 15 Litern pro Quadratmeter. Im Oktober 2026 fielen bei der DANA Adam innerhalb von drei Tagen mehr als 120 Liter pro Quadratmeter.

Pilar macht außerdem Änderungen an der Höhenlage der avenida del Mojón auf der Seite von San Pedro mitverantwortlich. Dadurch sei die Straße angehoben worden. Bei schwächeren Regenfällen könnten die Barrieren in San Pedro funktionieren, bei stärkerem Niederschlag ändere sich das Verhalten des Wassers deutlich.

Was Pilar stattdessen vorschlägt

Die Gemeinde bietet San Pedro eine gemeinsame Zwischenlösung an, solange die größeren Wasserbauprojekte der Segura-Wasserbehörde CHS, der Confederación Hidrográfica del Segura, noch nicht umgesetzt sind. Vorgeschlagen wird, Straßenabschnitte abzusenken, ihnen ein Gefälle zu geben und das Wasser so natürlicher abzuführen.

Lancharro hält es in einzelnen Abschnitten für möglich, die Höhe um etwa 20 Zentimeter zu senken. Pilar will die Ausarbeitung des Projekts übernehmen und schlägt eine Vereinbarung vor, mit der beide Gemeinden die Arbeiten gemeinsam finanzieren. Die Gemeinde wäre bereit, die Hälfte der Kosten zu tragen.

Große Projekte der Wasserbehörde noch ausstehend

Eine dauerhafte Lösung gibt es bisher nicht. Die CHS plant seit 2023 ein erstes Projekt mit vier Dämmen im Bereich Lo Romero, das Wasser in den Oberläufen zurückhalten soll. Das Vorhaben ist mit 10,5 Millionen Euro veranschlagt und wartet auf die endgültige Genehmigung.

Ein zweites, ebenfalls millionenschweres Projekt soll das Wasser an der Küste ab El Mojón ableiten und zu gleichen Teilen in die Salinen von San Pedro del Pinatar führen. Dafür gibt es bisher keinen Vorentwurf.

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