
Torrevieja vergibt Reparatur fürs Hallenbad
Symbolbild, KI-generiert
Die Stadt Torrevieja hat die Reparatur der Klimaanlage in der überdachten Schwimmhalle des Palacio de los Deportes vergeben. Der Auftrag geht laut Información an Proyectos e Instalaciones Térmicas für 107.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer.
Ausgetauscht wird der Klimakanal, der am 14. Mai über zwei Bahnen der Schwimmhalle einstürzte, als die Anlage geöffnet war. Verletzt wurde niemand. Mit der Schließung endete die Saison mehrere Wochen früher als geplant.
Für viele Nutzer ist vor allem wichtig, wann das Hallenbad wieder aufmacht. Die Bauzeit beträgt drei Monate. Hinzu kommen nach der bereits unterschriebenen Vergabe noch etwa zwei Wochen für die Formalisierung des Vertrags. Erst dann beginnen die Fristen. Der städtische Sportbereich geht nach Angaben der Zeitung davon aus, dass die Arbeiten bei planmäßigem Verlauf schon Mitte Dezember beendet sein könnten. Das Hallenbad könnte dann sieben Monate nach dem Unfall wieder öffnen.
Neuer Kanal nicht mehr über dem Becken
Zum Projekt gehört auch eine Verbesserung der Belüftung im Kesselraum. Der frühere Metallkanal verlief direkt über der Wasserfläche. Laut technischem Bericht erschwerte diese Lage die Kontrolle von Aufhängung, Verankerung und Trägern erheblich oder machte sie sogar unmöglich.
Der neue Kanal soll deshalb nicht mehr über dem Becken verlaufen. Vorgesehen ist statt verzinktem Stahl ein Textilkanal. Als Grund nennt der Bericht die hohe Luftfeuchtigkeit in der Schwimmhalle und die beim Wasseraufbereitungsprozess entstehenden Stoffe, die Metall besonders stark angreifen. Das Gutachten beschreibt den Zustand des alten Systems als allgemein verschlissen, mit Korrosion an Befestigungen, Leistungsabfall und Schmutzablagerungen. Eine Teilreparatur wurde deshalb verworfen.
Zusätzliche Kosten für das Projekt
Zu den 107.000 Euro für die Arbeiten kommen 14.000 Euro für die Ausarbeitung des Projekts hinzu. Dafür hatte die Stadt bereits einen kleineren Auftrag vergeben. Am Ausschreibungsverfahren für die Bauarbeiten beteiligten sich drei Firmen. Das angenommene Angebot lag 27.000 Euro unter dem Ausschreibungspreis.
Folgen auch in Nachbarorten
Die Schließung trifft in Torrevieja nicht nur Freizeitschwimmer. Die Halle wird auch von Kindern, Senioren, Menschen genutzt, die aus gesundheitlichen Gründen schwimmen, sowie von Vereinen und Sportschulen. Seit Beginn der laufenden Saison müssen viele auf Bäder in anderen Gemeinden ausweichen.
Nach Angaben der Zeitung führt das auch zu mehr Andrang in den Schwimmbädern von Orihuela Costa und Guardamar del Segura, weil dort zusätzlich Nutzer, Schulen und Vereine aus Torrevieja trainieren. Einige Betroffene haben sich organisiert und fordern eine rasche Wiedereröffnung sowie Erklärungen zu fehlender Wartung, die zu dem Einsturz geführt habe.
Die Stadt hatte nach dem Einsturz erklärt, im April sei bereits eine Unregelmäßigkeit an den Aufhängungen entdeckt worden. Das Hallenbad sei daraufhin vorsorglich geschlossen worden. Die Wartungsfirma Serveo habe die Anlage überprüft und instand gesetzt, bevor das Bad wieder geöffnet wurde. Nach dem Unfall verlangte die Stadt von dem Unternehmen einen Bericht über die ausgeführten Arbeiten und die Ursachen des Einsturzes. Die Sportabteilung kündigte zudem eine Untersuchung an, um mögliche Verantwortlichkeiten zu klären – sowohl bei der Wartung als auch gegebenenfalls bei der Installation aus dem Jahr 2021 während der Sanierung des Palacio de los Deportes.
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