
Torrevieja führt im November im Zentrum die Biotonne ein.
Symbolbild, KI-generiert
Torrevieja will im November mit der getrennten Sammlung von Bioabfällen beginnen. Zuerst kommen die braunen Container ins Stadtzentrum, danach nach La Mata und später in weitere Teile der Gemeinde.
Für Einwohner und Wohnungseigentümer heißt das: Zur bisherigen Mülltrennung kommt eine weitere Fraktion dazu. Die neuen Behälter sind für organische Abfälle gedacht und werden meist an den bestehenden Containerinseln aufgestellt.
Wo die neuen Container zuerst stehen
Die Stadt hat das Gemeindegebiet dafür in Bereiche eingeteilt. Der Start ist im Zentrum vorgesehen, weil dort vor den Patronatsfesten und vor Weihnachten eine ruhigere Phase genutzt werden soll. Einen festen Gesamtfahrplan nennt die Stadt aber nicht. Der Ablauf soll flexibel bleiben, weil sich die Dauer je Bereich verschieben kann.
Nach dem Zentrum ist La Mata an der Reihe. Danach sollen weitere Zonen folgen.
Nach der Planung des Ressorts gibt es in Torrevieja mehr als 700 vollständige Sammelpunkte. Hinzu kommen rund 190 Standorte, an denen bisher nur ein Container für Restmüll steht. Auch an einigen dieser Punkte soll die Bioabfall-Fraktion ergänzt werden, damit die Wege kürzer bleiben und beide Entsorgungsmöglichkeiten vor Ort vorhanden sind.
Was in den braunen Container gehört
Der braune Container ist für organische Abfälle vorgesehen. Die Stadt kündigt parallel zur Einführung eine Informations- und Sensibilisierungskampagne an, die jeweils in den Vierteln anlaufen soll, in denen die Container neu aufgestellt werden.
Wichtig ist dabei vor allem, dass keine falschen Abfälle eingeworfen werden. Wenn der Inhalt des braunen Containers zu viele Fremdstoffe enthält, wird er am Ende wie gewöhnlicher Restmüll behandelt. Dann steigen die Behandlungskosten wieder auf das Niveau von normalem Hausmüll, und die getrennte Sammlung verfehlt ihren Zweck.
Im Durchschnitt besteht 60 Prozent eines Hausmüllbeutels aus organischem Material. Würde dieser Anteil sauber getrennt, müsste der Anteil des Mülls, der am Ende vergraben wird, theoretisch auf mindestens 40 Prozent sinken. Derzeit werden fast 70 Prozent der Abfälle vergraben.
Warum die Einführung wichtig ist
Torrevieja ist der größte Müllerzeuger der Vega Baja. Die Stadt produziert mehr als 88.000 Tonnen Abfall pro Jahr. Für Müllabfuhr, Straßenreinigung und Strandreinigung zahlt sie 26 Millionen Euro, hinzu kommen weitere fünf Millionen Euro für den Transport zur Deponie.
Die Entsorgung ist in der Vega Baja teuer, weil es dort keine zugelassene Deponie gibt. Die Kosten liegen bei rund 150 Euro pro Tonne. Eine bessere Trennung der organischen Abfälle könnte diese Kosten senken, wenn der Bioabfall ohne Fehlwürfe gesammelt wird.
Einführung kommt mit Verspätung
Die Einführung der Bioabfall-Container war schon seit Längerem vorgesehen. Zu Jahresbeginn war noch Februar als Starttermin im Gespräch. Dieser Termin wurde nicht eingehalten. Nun sagt die Stadt, die Planung sei abgeschlossen und die ersten Container sollten, wenn nichts dazwischenkommt, im November installiert werden.
Insgesamt stehen 900 braune Container seit Januar auf dem Gelände der Müllfirma Cuida Torrevieja bereit. Der neue Behälter war bereits in den Ausschreibungsunterlagen für den Reinigungs- und Entsorgungsdienst als eines der Hauptziele für den Start des neuen Dienstes ab 2022 vorgesehen und ist seit 2023 auch gesetzlich vorgeschrieben.


