Bahnverkehr ab Alicante und Murcia: Streik und Störungen

Symbolbild, KI-generiert
Reisende ab Alicante und Murcia müssen am 29. Oktober mit Ausfällen, Verspätungen und geänderten Anschlüssen rechnen. Betroffen sind Renfe-Züge wegen des Lokführerstreiks und der Folgen des Unfalls bei Toledo. Dazu kam eine Störung bei einem Ouigo-Zug von Murcia über Alicante Richtung Madrid und Valladolid.
Información nennt für Renfe am 29. Oktober einen Mindestfahrplan. Im Nahverkehr Cercanías fahren in den Hauptverkehrszeiten von 6 bis 9 Uhr, von 13.30 bis 15.30 Uhr und von 18.30 bis 20.30 Uhr 75 Prozent des üblichen Angebots. Im übrigen Tagesverlauf sind es 50 Prozent. Bei Media Distancia liegt das Angebot im Schnitt bei 65 Prozent, bei Hochgeschwindigkeits- und Fernzügen bei 73 Prozent.
Diese Züge ab und nach Alicante sind betroffen
In der veröffentlichten Liste für Alicante stehen diese Verbindungen:
07.00 Uhr Chamartín-Clara Campoamor–Alacant
08.35 Uhr Alacant–Chamartín-Clara Campoamor, Zug 05083
15.00 Uhr Chamartín-Clara Campoamor–Alacant, Zug 05152
15.05 Uhr Valencia Nord–Cartagena über Alicante, Media Distancia 01463/37463
18.45 Uhr Alacant–Chamartín-Clara Campoamor, Zug 05193
Die veröffentlichte Liste schlüsselt nicht weiter auf, ob diese Züge ausfallen oder mit Änderungen fahren.
Weiter keine Hochgeschwindigkeitszüge nach Andalusien
Am 29. Oktober bleiben die Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Madrid und Andalusien ausgesetzt. Das betrifft auch Verbindungen von Barcelona oder Valencia nach Sevilla und Málaga. Davon können auch Anschlüsse betroffen sein, die Reisende aus Alicante nutzen wollten.
Der Ticketverkauf für diese Verbindungen war bereits am 28. Oktober blockiert worden. Ab dem 30. Oktober soll es zwischen Madrid und Andalusien einen alternativen Verkehrsplan geben. Für die Avant-Züge Madrid–Ciudad Real–Puertollano gibt es bereits eine Ausweichlösung über die konventionelle Strecke; dadurch verlängert sich die Reisezeit.
Ouigo-Zug aus Murcia bleibt in einem Tunnel stehen
Zusätzlich kam es am Vormittag des 29. Oktober zu einer weiteren Störung auf der Strecke nach Madrid. Der Ouigo-Zug 06775 fuhr nach Angaben der Quellen entweder um 6.30 Uhr oder um 6.35 Uhr in Murcia ab, passierte Alicante um 7.51 Uhr und sollte um 11.40 Uhr in Valladolid ankommen. Er blieb in einem Tunnel zwischen Villarubia de Santiago und Valdemoro bei Kilometerpunkt 65,200 stehen.
Ouigo erklärte, die Ursache sei ein Hänger in der Oberleitung gewesen, durch den die Stromversorgung des Zuges ausfiel. Reisende berichteten von einem lauten Geräusch gegen 10.15 Uhr. Danach habe der Zug abgebremst und im Tunnel angehalten.
Im Zug wurden Klimaanlage und Beleuchtung eingeschränkt, um Energie zu sparen. Zeitweise war es in den Waggons dunkel, später wurden Notlichter eingeschaltet. Auch die Toiletten wurden geschlossen. Personen kamen nicht zu Schaden.
Was mit den Fahrgästen geschieht
Ouigo kündigte an, die Fahrgäste mit einem anderen Zug zu übernehmen. Dafür soll ein Zug auf das Nachbargleis fahren, damit die Reisenden umsteigen können. Eine genaue Dauer wurde zunächst nicht genannt; den Betroffenen wurde eine Verzögerung von mindestens einer Stunde in Aussicht gestellt.
Fahrgäste bis Madrid Chamartín sollen nach dem Umstieg weiterreisen können. Reisende mit Ziel Segovia oder Valladolid werden mit Bussen weiterbefördert. Für Fahrkarten zwischen Madrid Chamartín und Valladolid wurde der Dienst gestrichen. Betroffene können kostenlos umbuchen oder den vollen Fahrpreis zurückerhalten. Zusätzlich kündigte Ouigo eine Entschädigung in Höhe von 200 Prozent des Ticketpreises an.


