Auf einer breiten Zufahrtsstraße in einem Gewerbegebiet stehen Lastwagen und dichter Autoverkehr, während weiter vorn Polizeifahrzeuge und einige Einsatzkräfte unter bewölktem Himmel zu sehen sind (KI-Symbolbild).
Cartagena

Metallstreik in Cartagena: Zufahrten nach Escombreras blockiert

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 28. Oktober 2026, 07:38 Uhr

Mit Tränengas und Gummigeschossen ging die Guardia Civil gegen Streikposten in Cartagena vor. Der unbefristete Metallstreik beeinträchtigt Verkehr, Arbeitswege und teils auch Lastwagenzufahrten.

Der unbefristete Metallstreik in der Region Murcia hat am Dienstag, 27. Oktober 2026, in Cartagena den Verkehr zu wichtigen Industriegebieten massiv beeinträchtigt. Vor allem die Zufahrten ins Valle de Escombreras sowie zum Industriegebiet Los Camachos waren seit den frühen Morgenstunden blockiert oder nur erschwert passierbar.

Im Valle de Escombreras setzte die Guardia Civil gegen Streikposten Gummigeschosse und Tränengas ein, um die Zufahrt zur Repsol-Raffinerie freizubekommen. Außerdem wurden Reifen auf der Zufahrtsstraße zur Raffinerie verbrannt. Nahezu 50 Lastwagen standen dort seit dem frühen Morgen fest.

Diese Straßen und Zufahrten waren betroffen

Die Policía Local de Cartagena warnte am Morgen vor Einschränkungen auf der Straße von Cala Cortina nach Escombreras, auf der CT-34 zwischen der Autovía de Murcia und der Dársena de Escombreras sowie im Bereich der Kreuzung Las Bodegas bei den Anlagen von Licor 43 in Los Camachos.

Auch an den Werken von Sabic, inzwischen NexPoint, und bei Navantia staute sich der Verkehr. Dort gab es zunächst langsamen Verkehr, aber keine Straßensperrungen.

Im Industriekomplex von NexPoint in La Aljorra war der Zugang ungefähr von 6.00 bis 9.00 Uhr unterbrochen. Weil die Frühschicht nicht übernehmen konnte, musste die Nachtschicht länger bleiben.

Wo es zu den heftigsten Zwischenfällen kam

Der Schwerpunkt der Auseinandersetzungen lag an der Zufahrt ins Valle de Escombreras, insbesondere am Zugang zur Raffinerie von Repsol. Dort forderte die Guardia Civil die Versammelten auf, die Straße zu räumen und die Durchfahrt für Fahrzeuge und Tanklastwagen nicht weiter zu blockieren. Kurz darauf schossen Einsatzkräfte mehrfach Tränengas und Gummigeschosse, um Demonstranten zum Rückzug zu zwingen.

Einsatzkräfte räumten auch den Kreisverkehr an der Zufahrt, damit Fahrzeuge wieder einfahren konnten. Repsol erklärte, der Betrieb in den Anlagen laufe weiter.

Welche Folgen der Streik hat

Der Streik betrifft die gesamte Metallbranche der Region Murcia. Aufgerufen haben UGT, CCOO und USO. In den ersten Stunden beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 80 Prozent der Beschäftigten. Insgesamt könnten bis zu 35.000 Arbeitnehmer betroffen sein, die unter den Metalltarifvertrag der Region fallen.

Besonders spürbar war der Ausstand in Cartagena bei Navantia, Repsol, Sabic beziehungsweise NexPoint und in Los Camachos. In Los Camachos waren nach Angaben des Unternehmerverbands alle Zufahrten bis auf eine blockiert. Die Guardia Civil musste dort Patrouillen schicken, damit Beschäftigte, die nicht streikten, ihre Arbeitsplätze erreichen konnten.

Vor dem Krankenhaus Santa Lucía protestierten außerdem Beschäftigte von UTE Cima, die dort für die Wartung zuständig sind und ebenfalls unter den Metalltarifvertrag fallen.

Mindestdienste für Versorgung und Notfälle

Die Regionalregierung von Murcia hat für den unbefristeten Streik Mindestdienste festgelegt. Sie gelten für Unternehmen, die Anlagen für Strom-, Gas-, Kohlenwasserstoff- und Wasserversorgung instand halten, ebenso für industrielle Anlagen mit gefährlichen Stoffen sowie für die Wartung von Aufzügen bei Notfällen.

Die Mindestdienste entsprechen den Bereitschaften, die normalerweise an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen arbeiten. Die Unternehmen müssen die dafür eingeteilten Beschäftigten selbst benennen und informieren. Die Anordnung gilt für die Streiktage, solange sich die Umstände nicht wesentlich ändern.

Wie es weitergeht

Auslöser des Streiks ist das Scheitern der letzten Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband Fremm am Montag, 26. Oktober 2026. Die Gewerkschaften verlangen bessere Löhne und Arbeitsbedingungen, Fortschritte beim Tarifvertrag und mehr Sicherheiten für Beschäftigte von Fremdfirmen. Eine neue Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften ist für Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 17 Uhr angesetzt.

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