Ein weißer Hochgeschwindigkeitszug steht an einem einfachen offenen Bahnsteig, während mehrere Reisende mit Gepäck daneben warten; im Hintergrund sind Oberleitungen, trockene Landschaft und Berge zu sehen (KI-Symbolbild).
Verkehr

Bahnstörungen nach Madrid treffen Züge ab Alicante und Murcia

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 30. Oktober 2026, 15:45 Uhr

Ein Defekt an Oberleitung und Stromabnehmer bei Aranjuez hat am 29. Oktober den Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Madrid und dem Mittelmeerraum gestört. Betroffen sind auch Verbindungen ab Alicante und Murcia; teils kam es zu langen Verspätungen, eine Zeit für die Rückkehr zum Normalbetrieb gibt es noch nicht.

Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und dem Mittelmeerraum ist es am Donnerstag, 29. Oktober 2026, zu erheblichen Störungen gekommen. Für Reisende von der Costa Blanca und der Costa Cálida ist das wichtig, weil auch Züge ab Alicante und Murcia betroffen sind.

Auslöser war ein Defekt an Oberleitung und Stromabnehmer eines Ouigo-Zugs bei Aranjuez. Der Infrastrukturbetreiber Adif teilte mit, dass dadurch der Verkehr auf Gleis 1 zwischen Valdemoro und Villarrubia de Santiago unterbrochen wurde. Die Störung betrifft die Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen Madrid und Levante, also Richtung València und Alicante; eine frühere Meldung der Zeitung Información nannte zudem Züge nach Murcia.

Evakuierung und Folgestörungen

Die ersten Folgen trafen Fahrgäste eines Ouigo-Zugs, der aus Alicante in Richtung Valladolid unterwegs war. Die Reisenden saßen zwei Stunden in einem Tunnel fest und wurden anschließend in einen anderen Zug nach Madrid gebracht. Für diese Rettungsaktion mussten beide Gleise genutzt werden, was die Verspätungen auf weitere Verbindungen ausweitete.

Als Beispiel nennt der Bericht den Alvia 4143 von Renfe. Der Zug verließ Alicante um 10.25 Uhr und sollte um 13.23 Uhr in Madrid ankommen. Um 16.14 Uhr stand er noch immer auf einem Abschnitt nahe der spanischen Hauptstadt. Erst um 16.30 Uhr fuhr er wieder weiter. In den Anzeigen im Zug wurde zwischenzeitlich eine Ankunft gegen 17.00 Uhr genannt. Das entspräche einer Verspätung von rund 3 Stunden und 37 Minuten gegenüber dem Fahrplan.

Was Reisende wissen müssen

Adif nannte am Donnerstagnachmittag keine Uhrzeit, zu der der normale Betrieb wiederhergestellt sein soll. Das Unternehmen erklärte nur, dass an der Behebung gearbeitet wird. Wer am 29. Oktober 2026 von Alicante oder Murcia nach Madrid reist oder von dort an die Küste zurückfahren will, muss deshalb weiter mit Verspätungen rechnen.

Betroffen sind nach den vorliegenden Angaben Hochgeschwindigkeitszüge auf der Relation Madrid–Levante. Dazu gehören Verbindungen von Renfe und Ouigo; ausdrücklich genannt wird ein Renfe-Alvia aus Alicante. Wer noch unterwegs ist, sollte die Anzeigen am Bahnhof und die Mitteilungen seines Bahnunternehmens prüfen und bei Anschlussreisen zusätzliche Zeit einplanen.

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