
Ärztestreik in Valencia: Ausfälle an der Costa Blanca möglich
Symbolbild, KI-generiert
In der Comunidad Valenciana beginnt am Mittwoch, 28. Oktober 2026, ein unbefristeter Ärztestreik. Davon kann auch die Provinz Alicante betroffen sein, weil der Ausstand regional ausgerufen ist.
Dazu aufgerufen hat die Gewerkschaft Avanza. Sie hält an dem regionalen Streik fest, obwohl ein landesweiter Ärztestreik vorerst verschoben worden ist. Avanza begründet das mit offenen Forderungen, über die die Conselleria de Sanidad, das regionale Gesundheitsministerium, selbst entscheiden kann.
Wo Patienten mit Folgen rechnen müssen
Konkrete Listen mit betroffenen Zentren, Fachbereichen oder abgesagten Sprechstunden nennt die Quelle nicht. Genannt werden aber Folgen für den Betrieb in öffentlichen Gesundheitseinrichtungen der Region.
Für die Provinz Alicante wird in den Zusatzangaben der Seite ausdrücklich erwähnt, dass in den Krankenhäusern nicht dringende Sprechstunden abgesagt werden. Für akute oder unaufschiebbare Behandlungen gelten Mindestdienste.
Was bisher bekannt ist
Avanza spricht von einem unbefristeten Streik, der von Mittwoch an „Tag für Tag“ weiterlaufen soll. Der Generalsekretär der Gewerkschaft, Juan Soliveres, sagt, die Ärzte seien wegen ausbleibender Fortschritte bereits sehr verärgert. Zugleich kritisiert Avanza aus ihrer Sicht missbräuchliche Mindestdienste.
Zu den offenen Punkten zählt die Gewerkschaft unter anderem die Bezahlung von Bereitschaftsdiensten unterhalb des Werts einer normalen Arbeitsstunde und das Fehlen einer wirksamen Begrenzung verpflichtender Dienste. Hinzu kommen nach Darstellung von Avanza Probleme durch die interdepartamentalen Gesundheitsverbünde ASI, auf Spanisch Agrupaciones Sanitarias Interdepartamentales, sowie eine aus ihrer Sicht übermäßige Belastung in der Primärversorgung.
Avanza fordert höchstens drei verpflichtende Präsenz-Bereitschaftsdienste und sechs verpflichtende Rufbereitschaften pro Monat. Zusätzliche Dienste sollen freiwillig sein und mit einem Aufschlag von mindestens 50 Prozent bezahlt werden. Außerdem verlangt die Gewerkschaft, lange Dienste von 17 oder 24 Stunden schrittweise durch Schichten von höchstens 12 Stunden zu ersetzen, wo einzelne Bereiche dieses Modell freiwillig einführen wollen.
Darüber hinaus verlangt Avanza spezielle Abläufe für Patienten ohne Termin oder mit dringendem Behandlungsbedarf, damit die regulären Terminlisten nicht zusätzlich belastet werden. Auch Personalausstattung, Bedingungen für Ärzte in Weiterbildung sowie Regeln für Auswahl, Stellenbesetzung, Mobilität und Versetzungen sollen überprüft werden.


