San Miguel

San Miguel prüft Camping für 117 Wohnmobile im Hinterland

Titelkarte: San Miguel prüft Camping für 117 Wohnmobile im Hinterland (mit KI-Illustration).

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 3. November 2026, 17:25 Uhr

In San Miguel de Salinas läuft ein Verfahren für einen Campingplatz mit 117 Stellplätzen für Wohnmobile auf nicht bebaubarem Gelände nahe Sierra Escalona und La Pedrera. Genehmigt ist das Projekt noch nicht: Die Regionalregierung hat den Antrag erst zur Prüfung angenommen.

In San Miguel de Salinas ist ein Campingplatz für 117 Wohnmobile beantragt worden. Das Vorhaben liegt auf nicht bebaubarem Gelände an der Straße nach Torremendo (CV-951), nur wenige hundert Meter vom Stausee La Pedrera und nahe dem Naturraum Sierra Escalona entfernt. Für Anwohner, Eigentümer und Wohnmobilnutzer ist vor allem wichtig: Es gibt noch keine endgültige Genehmigung. Die Generalitat Valenciana prüft derzeit erst den Antrag.

Beantragt wurde eine sogenannte declaración de interés comunitario (DIC). Dieses Verfahren erlaubt in der Region Valencia ausnahmsweise bestimmte Nutzungen auf ländlichem oder nicht bebaubarem Boden. Ohne diese Erklärung kann das Projekt dort nicht umgesetzt werden. Nach Angaben von Alicante Plaza hat die zuständige Regionalbehörde den Antrag angenommen und das Dossier öffentlich ausgelegt.

Was geplant ist

Geplant ist ein Zwei-Sterne-Camping auf zwei Grundstücken mit zusammen 44.308 Quadratmetern. Vorgesehen sind 117 Stellplätze für Wohnmobile mit einer maximalen Kapazität von 351 Gästen. Davon sollen 89 normale und 28 größere „Deluxe“-Stellplätze sein. Hinzu kommen interne Wege, Parkflächen, Freizeitbereiche, zwei Pools, eine Rezeption, Sanitäranlagen, Wäscherei, Lagerflächen und ein Bargebäude.

Die zwölf geplanten Gebäude hätten zusammen 827,14 Quadratmeter bebaute Fläche. Nach den Unterlagen sollen 16.383,72 Quadratmeter als Naturfläche erhalten bleiben. Die veranschlagte Investition liegt laut Alicante Plaza bei 1.675.466,36 Euro; Información nennt gerundet 1,7 Millionen Euro. Der beantragte Zeitraum für die Nutzung beträgt 30 Jahre.

Wo der Konflikt liegt

Brisant ist der Standort. Nach Información liegen die Flächen in der Pufferzone des kürzlich genehmigten Naturordnungsplans des Naturparks Sierra Escalona und La Pedrera, in einem Bereich mit überwiegend landwirtschaftlicher Nutzung. Die eingereichte Projektbeschreibung gehe auf die besonderen Vorgaben dieses Schutzplans aber nicht näher ein. Gleichzeitig erkennt die Dokumentation an, dass sich das Gelände am Rand des Vogelschutzgebiets Sierra Escalona y Dehesa de Campoamor befindet.

Der Promoter argumentiert dagegen, die Grundstücke lägen außerhalb streng geschützter Zonen und verursachten keine erheblichen Umwelt- oder Raumauswirkungen. Nach Información lässt der Schutzplan solche Nutzungen grundsätzlich zu, aber nur unter bestimmten Bedingungen und mit speziellen Fachgutachten.

Wasser, Abwasser und Auslastung

Für die Wasserversorgung soll laut Alicante Plaza eine Verbindung zum kommunalen Netz über einen Punkt in der Urbanisation Lo Rufete geprüft werden, rund 800 Meter entfernt. Zusätzlich sind Speichertanks vorgesehen. Der jährliche Wasserbedarf wird mit 5.224,98 Kubikmetern angegeben.

Weil es keinen Anschluss an die Kanalisation gibt, sind zwei unterirdische Anlagen zur Reinigung des Abwassers geplant. Außerdem soll es Entsorgungsstellen für Abwasser aus den Wohnmobilen geben. Nach den Unterlagen rechnet der Antragsteller mit Vollauslastung im Juli und August und mit 25 festen Arbeitsplätzen.

Was als Nächstes passiert

Das laufende Verfahren bedeutet noch keine Baugenehmigung. Der Antrag muss weitere Stellungnahmen und Fachberichte durchlaufen. Offen ist auch, ob zusätzlich eine Umweltverträglichkeitsprüfung verlangt wird. Laut Información bittet der Antragsteller selbst um eine Entscheidung der zuständigen Stelle, ob diese Prüfung nötig ist.

← Alle Nachrichten

Mehr aus der Region