Paseo del Malecón in Murcia, Promenade auf der alten Hochwassermauer.
Murcia

Murcia: Risse und Absenkungen an der Hochwassermauer Malecón

Symbolfoto · Foto: Morini33 · CC BY-SA 3.0 es

AVon · 11. Oktober 2026, 12:07 Uhr

Am Malecón in Murcia-Stadt wurden Risse, Absenkungen und herabgefallene Steine festgestellt. Nach Angaben des Rathauses haben städtische Techniker den Bereich bereits geprüft; zunächst sollen dringende Maßnahmen umgesetzt werden, parallel ist eine umfassende Sanierung geplant.

Am Malecón in Murcia-Stadt haben sich Schäden an Mauerwerk und Gehweg an mehreren Stellen verschärft. Betroffen ist laut La Verdad unter anderem der Abschnitt vom Plano de San Francisco bis zur Unterführung an der Ronda Oeste. Sichtbar sind dort Risse, Abplatzungen und abgesackte Bereiche.

Besonders auffällig ist ein Punkt im Bereich, in dem vor einigen Jahren Verkaufsstände für Kunsthandwerk standen. Dort sind sowohl die Mauer als auch der daneben verlaufende Gehweg abgesunken. Im Mauerwerk zieht sich ein Riss über mehrere Meter. Einzelne Steine haben sich bereits gelöst, andere wirken wegen der Verformung der Konstruktion und fehlenden Mörtels instabil.

Wie das Rathaus mitteilt, haben städtische Techniker den Bereich bereits inspiziert und wollen einen vollständigen Bericht zum Erhaltungszustand erstellen. Sofort sollen die dringendsten Arbeiten angegangen werden. Parallel werde ein Projekt für eine umfassende Sanierung der Promenade vorbereitet. Von schweren strukturellen Schäden geht die Stadt nach eigener Darstellung derzeit nicht aus.

Weitere Mängel entlang des Weges

Auch auf dem weiteren Verlauf bis in die Nähe des Maristas-Schulzentrums werden zahlreiche Schäden beschrieben. Genannt werden lose Stufen und Ziegel, Risse, Graffiti, Schäden an verrosteten Geländern sowie an Metallelementen der Sitzbankanlagen. Teilweise liegen herabgefallene Steine seit Tagen auf dem Gehweg. Öffnungen im Mauerwerk legen die Füllung im Inneren frei; aus einigen wachsen bereits Pflanzen.

Auch historische Tore früherer Zugänge sind von Witterungsschäden betroffen. Als Beispiel wird das Portal des Huerto de los Cipreses genannt.

Schutzplan weiter ohne endgültige Freigabe

Das regionale Kulturministerium (Consejería de Cultura) hatte die Stadt Murcia bereits 2021 aufgefordert, einen umfassenden Schutzplan auszuarbeiten. Nach Angaben der Zeitung liegt bis heute keine endgültige Genehmigung vor. In dem damaligen Schreiben wurde der Erhaltungs- und Pflegezustand des 1.557 Meter langen Monuments als unzureichend bezeichnet.

Die aktuelle Stadtregierung erklärt, den Plan gemeinsam mit einem neuen Gesamtprojekt zur Wiederherstellung voranbringen zu wollen. Dieses solle in Abstimmung mit der regionalen Generaldirektion für Kulturerbe entstehen und über den städtischen Haushalt 2027 finanziert werden.

BIC-Verfahren noch nicht abgeschlossen

Offen ist außerdem ein 2025 eingeleitetes Verfahren zur Änderung der Schutzzone des Malecón als BIC (Bien de Interés Cultural, Kulturgut von besonderem Interesse). Zuständig ist das regionale Ministerium für Tourismus, Kultur und Sport der Region Murcia. Nach Angaben der Behörde liegt die Akte derzeit beim Generalsekretariat des Ministeriums, weil ein Einspruch gegen die Einleitung des Verfahrens noch bearbeitet wird. Sobald darüber entschieden ist, soll das Verfahren regulär fortgesetzt werden.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist unter anderem die vorgesehene Schutzzone von 40 Metern. Die Regionalverwaltung begründet sie damit, dass Eingriffe in der Umgebung mit den Denkmalwerten vereinbar bleiben sollen. Der Einspruch stammt von Huermur.

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