Der historische Erzverladepier Embarcadero del Hornillo in Águilas.
Águilas

Águilas: zweite Bauphase am historischen Pier El Hornillo

Symbolfoto · Foto: Marsan · CC BY-SA 3.0 es

AVon · 9. Oktober 2026, 18:00 Uhr

Der historische Pier El Hornillo in Águilas wird für vier Millionen Euro weiter restauriert. Bis März 2028 sollen Fundament, Stahlteile und Deck erneuert sein, dazu kommen Anlegestege für kleine Boote.

In Águilas an der Costa Cálida hat am 25. September die zweite Phase der Restaurierung des historischen Embarcadero del Hornillo begonnen. Das Projekt soll nach Angaben von La Verdad im März 2028 abgeschlossen werden. Für die Ausführung sind 18 Monate vorgesehen.

Den Auftrag übernimmt eine Arbeitsgemeinschaft (UTE) der Unternehmen Patrimonio Inteligente aus Puerto Lumbreras sowie Flores y Martínez Obras y Servicios aus Lorca. Für diesen zweiten Bauabschnitt sind vier Millionen Euro veranschlagt. Davon kommen drei Millionen Euro von der spanischen Zentralregierung über das Programm „2 % Cultural“ der Ministerien für Transport, Kultur und Wohnungsbau. Die Stadt Águilas trägt 997.000 Euro bei.

Arbeiten an Fundament, Stahl und Oberdeck

Die laufenden Arbeiten schließen an eine erste Phase an, die 2023 endete. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats entsprach sie einem Drittel der insgesamt geplanten Maßnahme. Nun sollen die Betonstruktur gesichert sowie die Stahlteile überprüft, restauriert und verbessert werden. Die Metallteile werden einzeln kontrolliert; erhalten werden sollen die Originalteile, ersetzt werden nur nicht wiederherstellbare Elemente.

Außerdem ist eine vollständige Erneuerung des Decks im oberen Bereich des Bauwerks vorgesehen. Begonnen wurde jedoch im Fundamentbereich, da dieser Teil laut Stadtrat José Antonio Consentino am stärksten beschädigt ist und dort dringender Handlungsbedarf besteht.

Zugang über das Meer und neue Beleuchtung

Geplant ist auch ein Zugang vom Meer aus. Dafür sollen zwei schwimmende Anlegestege installiert werden, damit kleinere Boote dort anlegen können. Zusätzlich sieht das Projekt eine neue Beleuchtung im oberen Bereich der Anlage vor, damit die Struktur auch aus der Entfernung sichtbar wird. Entlang des gesamten Bauwerks ist außerdem eine museale und dekorative Beleuchtung vorgesehen.

Die Arbeiten sollen auch die Sicherheit an der Anlage erhöhen. Das Embarcadero war von der staatlichen Küstenbehörde (Demarcación de Costas) an die Stadt Águilas übergeben worden. Mehr Schutz gilt als angebracht, nachdem sich Anwohner im Sommer über Minderjährige und Jugendliche beschwert hatten, die aus 22 Metern Höhe vom Pier und von den Eisensäulen ins Wasser sprangen.

Gesamtprojekt mit fünf Millionen Euro

Das Embarcadero del Hornillo ist als Bien de Interés Cultural (Kulturgut von besonderem Interesse) eingestuft. Die nun laufenden Arbeiten ergänzen ein vorheriges Projekt, das 2021 begann und 2023 nach einer Investition von einer Million Euro abgeschlossen wurde. Damit beläuft sich das Gesamtvolumen auf fünf Millionen Euro. Der im ersten Abschnitt restaurierte Teil ist seit drei Jahren zugänglich.

Die Anlage wurde von dem Londoner Bauingenieur Gustavo Gillman entworfen. Das Bauwerk ist 123 Jahre alt und wurde am 18. August 1903 eingeweiht. Voll genutzt wurde es erst ein Jahr später, nachdem anfangs festgestellte Mängel behoben worden waren.

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