
Flughafen Alicante-Elche: 60 Prozent mehr Polizei
Symbolfoto · Foto: Alaskaair · CC BY-SA 4.0
Für Reisende über den Flughafen Alicante-Elche Miguel Hernández dürfte die wichtigste Nachricht sein: Die Nationalpolizei hat ihre Besetzung am Grenzposten dort in den vergangenen drei Jahren um mehr als 60 Prozent erhöht. Das berichtete die Zeitung Información unter Berufung auf den kommissarischen Leiter der Nationalpolizei in Elche, Roberto Sánchez Sánchez.
Nach seinen Angaben hängt die Aufstockung mit dem Wachstum der internationalen Flüge zusammen. Sánchez bezeichnete Alicante als einen der wichtigsten Ankunftspunkte für Touristen in Spanien. Am Flughafen ist die Nationalpolizei für die Grenzkontrollen zuständig, also für den Bereich, den viele Reisende bei der Ein- und Ausreise als Passkontrolle kennen.
Mehr Arbeit auch bei Internetdelikten
Neben dem Flughafen nannte Sánchez einen zweiten Schwerpunkt für die Polizeiarbeit in Elche: Straftaten über das Internet und soziale Netzwerke. Der Anteil solcher Anzeigen steige nach seinen Worten weiter. Die Polizei habe deshalb Spezialisten ausgebildet und eigene Gruppen für diese Delikte aufgebaut.
Nach dem jüngsten Kriminalitätsbericht für Elche sank die Cyberkriminalität im ersten Halbjahr zwar um 4 Prozent. Nach einem starken Anstieg im Jahr 2025 bleibt das Niveau aber hoch. Bei den meisten Fällen geht es laut Bericht um Computerbetrug. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden 913 Delikte aus dem Bereich Cyberkriminalität registriert, 42 weniger als im gleichen Zeitraum 2025.
Zusätzliche Belastung bei Ausländerdokumenten
Als drittes Feld nannte Sánchez die Arbeit der Einheit für Ausländer und Grenzen. Dort sei in diesem Jahr zusätzliche Arbeit angefallen, weil nach einer von der spanischen Regierung beschlossenen außerordentlichen Legalisierung die Ausstellung der TIE übernommen werden musste. Die TIE ist die Ausländer-Identitätskarte in Spanien.
Die Angaben machte Sánchez am 6. Oktober bei der Feier zu den Schutzheiligen der Nationalpolizei in Elche.


