
Cartagena: Kein Schulbus aus Campillo de Adentro
Symbolbild, KI-generiert
Schüler aus Campillo de Adentro, einem Ortsteil der Gemeinde Cartagena bei Cabo Tiñoso und unweit von La Azohía, haben nach Angaben einer Familie auch in diesem Schuljahr keine Schulbusverbindung zur weiterführenden Schule (Instituto) in Puerto de Mazarrón. Darüber berichtet La Verdad.
Betroffen ist unter anderem ein 12-jähriges Mädchen, das in den Nachbarort zum Unterricht fahren muss. Eine Haltestelle, die der Bus auf der Strecke durch die umliegenden Orte anfahren könnte, steht demnach weiterhin nicht zur Verfügung.
Im vergangenen Schuljahr war die Haltestelle nach Angaben der Familie etwa sechs Monate in Betrieb, danach wurde sie wieder entfernt. Das Bildungsministerium der Region Murcia (Consejería de Educación) teilte auf Nachfrage mit, ihr liege ein Bericht des Busunternehmens vor. Darin heiße es, dass der Bus den Ortskern von Campillo de Adentro nicht anfahren könne, weil dort das notwendige Wendemanöver nicht möglich sei.
Nach Darstellung der Bildungsbehörde kann der kleinere Bus für die Schule in Isla Plana den Ort sicher erreichen. Das größere Fahrzeug für die weiterführende Schule in Puerto de Mazarrón verfüge über mehr Plätze und befördere mehr Schüler, weshalb es nicht in Campillo de Adentro einfahren könne.
Region verweist auf Beihilfen
Die Regionalverwaltung verweist in diesem Fall auf ihre Ausschreibungen für Schultransportbeihilfen. Nach Angaben der Behörde läuft die Antragsfrist derzeit. Für die Förderung stehen insgesamt 200.000 Euro bereit.
Die Zuschüsse liegen je nach Entfernung zwischen Wohnort und Schule zwischen 360 und 1.900 Euro pro Schüler und Schuljahr. Die Mutter des betroffenen Mädchens erklärte jedoch, sie fordere keine Beihilfe, sondern eine tatsächliche Transportmöglichkeit für den Schulweg ihrer Tochter.
Familie sieht keine praktikable Alternative
In dieser Woche fand nach Angaben der Mutter ein Treffen mit einem Schulinspektor des regionalen Bildungsministeriums statt. Dort sei die bereits mitgeteilte Begründung bestätigt worden, dass das Unternehmen die Zu- und Abfahrt des Busses aus dem Ort aus Sicherheitsgründen ablehne.
Als Alternative bleibt der Familie nach eigener Darstellung nur, dass die Minderjährige am frühen Morgen zu Fuß durch ein meist trockenes Flussbett (Rambla) nach La Azohía gelangt. Die Mutter erklärte, sie habe ein kleines Baby und keinen Führerschein, weshalb sie diesen Weg nicht selbst übernehmen könne.
Die wichtigsten Neuigkeiten an der Costa Blanca und der Costa Cálida. Jetzt Meridiano Nachrichten als bevorzugte Quelle auf Google wählen!
Als bevorzugte Quelle wählen