
Cartagena: 44,7 Prozent der Investitionen mit EU-Geldern
Symbolfoto · Foto: P4K1T0 · CC0
In Cartagena, der Hafenstadt in der Region Murcia, sind nach Angaben der Stadtverwaltung 44,7 Prozent der kommunalen Investitionen zwischen 2023 und 2026 mit Finanzierung aus der Europäischen Union verknüpft. Wie die Zeitung La Verdad berichtet, betrifft das 43,56 Millionen Euro von insgesamt 97,47 Millionen Euro.
Die von der Stadt erstellte Übersicht umfasst abgeschlossene Maßnahmen, laufende Arbeiten sowie vergebene oder geplante Projekte. Demnach entfallen 62,18 Millionen Euro auf derzeit ausgeführte Vorhaben, weitere 20,60 Millionen Euro auf bereits beendete Maßnahmen.
Größte Projekte
Das größte einzelne Vorhaben mit europäischer Beteiligung ist CARTADi (Cartagena Agua Digital) mit einem Gesamtvolumen von 15 Millionen Euro. Davon stammen 8 Millionen Euro aus dem staatlichen Förderprogramm für die Wasserwirtschaft (PERTE). Vorgesehen sind 60.000 intelligente Zähler, die Digitalisierung des Netzes, die Fernsteuerung der Kanalisation und die Stärkung der Cybersicherheit in wichtigen Anlagen.
Zu den größeren Projekten zählt auch ReCrea. Für diesen integrierten Aktionsplan zur Aufwertung und besseren Verbindung der nördlichen Stadtviertel weist die kommunale Dokumentation für den untersuchten Zeitraum 7,83 Millionen Euro mit Finanzierung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung aus. Nach Angaben des Rathauses umfasst der von der Stadtregierung gebilligte Plan insgesamt 14,79 Millionen Euro; 60 Prozent davon kommen aus dem EFRE.
Innerhalb dieses Programms nennt die Stadt drei Maßnahmen: den Umbau des früheren Gesundheitszentrums von San Antón zu einem Sitz mehrerer sozial- und gesundheitsbezogener Vereinigungen für 1,99 Millionen Euro, die Verlängerung der Vía Verde von Mandarache bis Las Seiscientas für 760.000 Euro sowie den Bau eines überflutbaren Gartens im Park Escipión in Los Barreros für 769.325 Euro.
Weitere Vorhaben
Ebenfalls aufgeführt ist der Umweltplan zur Erholung des Mar Menor mit 3,5 Millionen Euro für mehr als zwanzig Eingriffe in Siedlungen nahe der Lagune, die Einleitungen verringern sollen.
Hinzu kommen weitere Investitionen aus dem Plan de Recuperación, Transformación y Resiliencia (Spaniens Wiederaufbauplan mit EU-Mitteln) und aus den sogenannten Next-Generation-Fonds. Genannt werden 2,32 Millionen Euro für neue Radwege, 2,18 Millionen Euro für die Park-and-ride-Anlagen Severo Ochoa und La Rambla, 1,4 Millionen Euro für die Sanierung der Casa Rubio in El Algar, 1,3 Millionen Euro für das Vereinshaus (Hotel de Asociaciones) in Los Barreros und 1,2 Millionen Euro für ein Mehrzweckgebäude in La Manga.
Im Bereich Tourismus und Kulturerbe nennt die Übersicht zudem 1,086 Millionen Euro für die Umwandlung der Küstenbatterie San Leandro in ein Museum zur Küstenverteidigung, 1,005 Millionen Euro für Verbesserungen der Barrierefreiheit im Parque Torres sowie 963.000 Euro für neue Wertstoffhöfe.
Ausblick und nicht umgesetzte Projekte
Insgesamt beziffert die Stadt die Investitionen, die sie ausdrücklich als ganz oder teilweise aus EU-Mitteln finanziert einstuft, auf 14,68 Millionen Euro. Dieser Betrag ist Teil der 43,56 Millionen Euro, die die Stadtregierung in der Legislaturperiode der europäischen Finanzierung zurechnet.
EU-Mittel tauchen laut der Übersicht auch bei Vorhaben auf, die über das Haushaltsjahr 2026 hinausreichen. Dazu gehört die energetische Anpassung mehrerer sozialer Einrichtungen mit einem Projektvolumen von 570.000 Euro und einer europäischen Förderung von 470.000 Euro aus den Next-Generation-Fonds.
Im Haushalt 2026 sind außerdem 15,31 Millionen Euro für verschiedene Maßnahmen eingeplant. Darunter ist ein Zentrum zur Behandlung von Bioabfällen mit einem Ansatz von 1,05 Millionen Euro für dieses Jahr und einem Verweis auf eine gesamte Next-Generation-Finanzierung von 5,5 Millionen Euro.
Nicht umgesetzt wurden nach diesem Bericht unter anderem der Versuch, 40 Sozialwohnungen in Los Mateos für 1,7 Millionen Euro zu errichten, Mittel von 1,8 Millionen Euro für Hochwasserschutzmaßnahmen an der Südküste des Mar Menor sowie 360.000 Euro für eine Brücke mit Aussichtspunkt an der Gola de Marchamalo.
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