Erzeugtes Symbolbild: Klinikpersonal vor einem Krankenhaus.
Gesundheitsversorgung

Hospital Torrevieja: Betriebsrat fordert Gleichstellung

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 4. Oktober 2026, 09:16 Uhr

Knapp die Hälfte der rund 2.000 Beschäftigten im Gesundheitsbezirk Torrevieja arbeitet mit einem Sonderstatus. Bei der 35-Stunden-Woche und einer neuen Leistungszulage gehen sie leer aus.

Der Betriebsrat des Universitätskrankenhauses Torrevieja (Hospital Universitario de Torrevieja) fordert vom Gesundheitsministerium der Region Valencia (Conselleria de Sanidad), die Überführung eines Teils der Belegschaft in den regulären öffentlichen Gesundheitsdienst zu beschleunigen. Wie die Zeitung Información berichtet, sieht er diese Beschäftigten bei neuen Verbesserungen erneut benachteiligt.

35-Stunden-Woche und Leistungszulage im Krankenhaus Torrevieja

Zwei Neuerungen haben den Streit ausgelöst: die Einführung der 35-Stunden-Woche und eine zusätzliche Zahlung, die an das Erreichen festgelegter Ziele gebunden ist. Beides gilt nur für das Personal mit regulärem öffentlichem Dienstverhältnis.

Die übrigen Beschäftigten arbeiten nach Angaben des Betriebsrats in denselben Abteilungen, betreuen dieselben Patienten und tragen ebenso zu den Ergebnissen bei – bekommen aber weder die kürzere Arbeitszeit noch die Zulage. Dem regulären Personal wolle man nichts wegnehmen, betont das Gremium, es gehe um gleiche Anerkennung für gleiche Arbeit.

Woher der Sonderstatus der Beschäftigten kommt

Bis Oktober 2021 betrieb das private Gesundheitsunternehmen Ribera das Krankenhaus und den zugehörigen Gesundheitsbezirk. Dann verlängerte die Regionalregierung (Generalitat) den Vertrag nicht und übernahm die Verwaltung selbst.

Die Beschäftigten von Ribera erhielten dabei feste Stellen ohne Auswahlprüfung, allerdings in einer Übergangskategorie: Sie sind öffentlich angestellt, aber mit Einschränkungen gegenüber dem regulären Personal, etwa bei der Arbeitszeit und beim Wechsel an andere Einrichtungen. Diese Kategorie soll auslaufen, sobald alle Betroffenen in den regulären Dienst überführt sind.

Heute stellt diese Gruppe knapp die Hälfte der rund 2.000 Beschäftigten des Bezirks. Zu ihm gehören neben dem Krankenhaus Gesundheitszentren und Ambulanzen in zehn Gemeinden an der Küste und im Hinterland der Vega Baja.

Was die Beschäftigten jetzt fordern

Die Überführung in den regulären Dienst hat das Ministerium zugesagt, ebenso für Beschäftigte anderer früher privat betriebener Gesundheitsbezirke wie Alzira und Dénia. In einzelnen Arbeitsbedingungen wurden beide Gruppen bereits angeglichen. Die letzte Stufe der Überführung sieht ein Auswahlverfahren vor.

Der Betriebsrat verlangt, dass das Ministerium diesen Schritt beschleunigt und bis dahin alle Beschäftigten gleich behandelt, damit nicht jede neue Verbesserung die Kluft im selben Haus wieder vergrößert.

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