Palmen und Passanten an der Promenade Paseo Marítimo Juan Aparicio in Torrevieja.
Torrevieja

Torrevieja behält Familien-Treffpunkt doch

Symbolfoto · Foto: Ximonic (Simo Räsänen) · CC BY-SA 4.0

AVon · 12. Oktober 2026, 15:31 Uhr

Die Generalitat nimmt die angekündigte Schließung des Punto de Encuentro Familiar in Torrevieja zurück. Für betroffene Familien im Süden der Costa Blanca bleibt damit eine wichtige Anlaufstelle für begleitete Übergaben und Kontakte mit Minderjährigen vor Ort erhalten.

Der Punto de Encuentro Familiar in Torrevieja soll nun doch erhalten bleiben. Die Generalitat hat nach Angaben der Zeitung Información die Finanzierung ausgeweitet und Torrevieja wieder in das Netz dieser Einrichtungen aufgenommen.

Für Familien an der südlichen Costa Blanca bedeutet das, dass begleitete Übergaben und betreute Kontakte zwischen Minderjährigen und Eltern oder anderen Angehörigen weiter in Torrevieja möglich bleiben. Solche Einrichtungen sind kostenlose und neutrale Orte. Sie kommen zum Einsatz, wenn ein Gericht den Kontakt so anordnet, besonders in stark konfliktbelasteten Familiensituationen.

Kehrtwende nach angekündigter Neuordnung

Im Sommer hatte die Regionalregierung in der Provinz Alicante die Schließung von vier solcher Treffpunkte angekündigt: in Torrevieja, San Vicente del Raspeig, Villena und Villajoyosa. Bestehen bleiben sollten damals nur die Zentren in Alicante, Elche, Orihuela, Benidorm, Alcoy, Elda und Dénia.

Jetzt ist Torrevieja von dieser Kürzung ausgenommen. Nach der neuen Entscheidung werden außer Torrevieja auch Mislata und Utiel in der Provinz Valencia wieder berücksichtigt.

Unverändert bleibt die Lage dagegen in San Vicente del Raspeig, Villena und Villajoyosa. Diese drei Orte bleiben ab November ebenso außerhalb des Netzes wie Requena, Manises und Alfafar in Valencia sowie Vila-real in Castellón. Damit fallen im Vergleich zum früheren Netz weiter sieben Gemeinden weg.

Kritik an der restlichen Kürzung

Kritik kommt weiterhin von der Oppositionspartei PSPV. Deren Abgeordnete Romina del Rey bezeichnet die Kehrtwende als unzureichend, weil in der Provinz Alicante nur eines von vier betroffenen Zentren gerettet werde. Sie warnt davor, dass Familien aus den anderen betroffenen Orten längere Fahrten auf sich nehmen müssen.

Nach Angaben der Politikerin ist der Bedarf an diesen Diensten zuletzt gestiegen. Sie verweist auf Zahlen der Regionalbehörde für Soziales, wonach die offenen Akten von rund 1.200 im Jahr 2023 auf 2.100 Ende 2024 zugenommen hätten.

Mit der Neuordnung der Treffpunkte befasst sich zudem der Síndic de Greuges, die Ombudsstelle der Region Valencia. Sie leitete im September eine Untersuchung zu den Folgen der Netzverkleinerung für Minderjährige ein.

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