Mehrere Reisende mit Rollkoffern und Rucksäcken gehen durch den Sicherheitsbereich eines modernen Flughafenterminals, während oben Abflugtafeln hängen (KI-Symbolbild).
Europa

Spanien und Italien beenden Zusatzkontrollen im Reiseverkehr

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 22. Oktober 2026, 19:40 Uhr

Zwischen Spanien und Italien gelten im Luft- und Seeverkehr wieder die üblichen Schengen-Regeln. Die befristeten Ausnahmen werden von beiden Ländern nicht weiter verlängert.

Wer zwischen Spanien und Italien fliegt oder per Schiff reist, muss an Flughäfen und in Häfen vorerst nicht mehr mit den zusätzlichen Grenzkontrollen der vergangenen Monate rechnen. Spanien und Italien haben beschlossen, die derzeitigen Ausnahmen vom Schengen-System nicht weiter zu verlängern.

Vereinbart haben das der italienische Innenminister Matteo Piantedosi und der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska. Die beiden Regierungen teilten das am 22. Oktober 2026 mit. Damit endet ein Streit, der am 31. Juli begonnen hatte.

Italien hatte am 31. Juli die Freizügigkeit mit Spanien vorübergehend ausgesetzt und dies mit der nationalen Sicherheit begründet. Auslöser war die starke Ankunft von Migranten in Ceuta aus Marokko, von denen die meisten freiwillig zurückkehrten. Spanien forderte damals vergeblich, die Maßnahme sofort aufzuheben, und führte am 8. August im Gegenzug eigene Kontrollen für Reisende aus Italien ein.

Die Folgen blieben begrenzt, weil es zwischen beiden Ländern keine Landgrenze gibt. Die Kontrollen fanden stichprobenartig an Flughäfen und in Häfen statt.

Das italienische Innenministerium begründete das Ende der Maßnahme mit einer eingehenden Prüfung der Lage. Das spanische Innenministerium kündigte zugleich einen stärkeren Informationsaustausch an, damit die Sicherheit im gemeinsamen Schengen-Raum gewährleistet bleibt. Weitere Einzelheiten nannten die Behörden nicht.

Die Einigung kam nach einem telefonischen Gespräch der beiden Innenminister zustande. Zuvor hatten sich Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez in der Woche vor dem 22. Oktober 2026 am Rande des Europäischen Rates getroffen.

Quelle: Información.

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