In einem Krankenhausflur mit Wartezimmerstühlen und Reinigungswagen begutachten zwei Arbeiter in Schutzkleidung schwere Wasserschäden an Decke und Wand, während Wasser auf den Boden tropft (KI-Symbolbild).
Gesundheit

Im Raum Dénia werden 1.600 Arzttermine neu angesetzt.

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 20. Oktober 2026, 18:25 Uhr

Auch in Alicante gibt es Folgen der Starkregen: Nach einem Deckenschaden mussten dort fünf Zimmer geräumt werden. Im Raum Dénia plant die Gesundheitsbehörde zudem mehr als 1.600 Arzttermine neu.

Nach den Regenfällen der DANA Adam müssen Patienten im Gesundheitsbezirk Dénia mit verlegten Arztterminen rechnen. Die Conselleria de Sanidad programmiert dort mehr als 600 Termine in Fachambulanzen und mehr als 1.000 in der Primärversorgung neu. Das berichtet die Zeitung Información.

In den am stärksten betroffenen Gesundheitsbezirken Dénia und Gandia werden zusammen mehr als 3.500 Termine neu angesetzt. Auf Gandia entfallen mehr als 1.000 Termine in Fachambulanzen und mehr als 900 in Gesundheitszentren.

Gesundheitsminister Marciano Gómez erklärte nach einem Treffen mit der Leitung des Gesundheitsbezirks Gandia, die Versorgung in den von der DANA betroffenen Gemeinden sei nahezu wiederhergestellt. Ausgenommen seien zwei Hilfsarztpraxen. Die Krankenhausversorgung mit Fachsprechstunden, Behandlungen, diagnostischen Tests und Operationen laufe normal. Auch der planmäßige Krankentransport sei am 2026-10-20 ohne Zwischenfälle erfolgt. Patienten mit Sauerstofftherapie oder Hämodialyse hätten ihre Behandlung regulär erhalten.

Els Poblets: Ausweichstelle in El Verger

Im Gesundheitsbezirk Dénia bleibt die Hilfsarztpraxis in Els Poblets wegen der Schäden geschlossen. Die Versorgung der Patienten erfolgt im Gesundheitszentrum El Verger. Im Gesundheitsbezirk Gandia ist außerdem die Hilfsarztpraxis in Piles geschlossen; ihre Patienten werden in Miramar betreut.

In den 48 Stunden vor dem 2026-10-20 verschickte die Gesundheitsbehörde rund eine Million SMS an Nutzer in den von der Wetterwarnung betroffenen Gemeinden. Darin wurde mitgeteilt, dass Termine neu angesetzt werden, falls Patienten wegen der DANA Adam nicht kommen konnten.

Alicante: Deckenteile in der Geburtshilfe heruntergefallen

Im Hospital General Universitario Doctor Balmis in Alicante fielen in der Nacht zum 2026-10-20 etwa ein halbes Dutzend Gipsplatten aus der abgehängten Decke des Flurs der Geburtshilfe. Betroffen war die dritte Etage. Außerdem wurde ein Deckenpaneel in Mitleidenschaft gezogen.

Fünf Zimmer mussten geräumt werden, weil der Zugang beeinträchtigt war. Verletzt wurde niemand. Wartungsteams arbeiteten an der Reparatur der Schäden und an der Prüfung der betroffenen Elemente; beteiligt waren Klempner und Elektriker. Der Vorfall sollte im Lauf des 2026-10-20 vollständig behoben werden.

Als Ursache bestätigte die Conselleria de Sanidad das Überlaufen eines Gullys über der stationären Geburtshilfe während des starken Regens. Dadurch drang Wasser ein und ein Teil der Zwischendecke fiel herunter.

Hinweise zur Reinigung nach Überschwemmungen

Die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit veröffentlichte zugleich Empfehlungen für Menschen in den überschwemmten Gebieten. Kinder, Schwangere und Menschen mit Atemwegsproblemen wie Asthma oder mit geschwächtem Immunsystem sollen sich nicht an Reinigungsarbeiten beteiligen.

Bei der Reinigung sollen Gas und Strom abgeschaltet, Augen, Nase und Mund geschützt sowie lange Kleidung, Handschuhe und Gummistiefel getragen werden. Fenster und Türen sollen zum Lüften geöffnet, nasse Gegenstände, stehendes Wasser, Schlamm und Matsch entfernt sowie Wände und Böden gereinigt und desinfiziert werden.

Materialien, die feucht geblieben sind und sich nicht innerhalb von 24 bis 48 Stunden vollständig reinigen und trocknen lassen, sollten entsorgt werden. Lebensmittel, die direkt mit Hochwasser in Kontakt gekommen sein könnten, sollen nicht verzehrt werden. Zum Wasserverbrauch verweist die Behörde auf die Hinweise der jeweiligen Rathäuser.

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