
Alicante bremst Touristenwohnungen deutlich aus
Symbolbild, KI-generiert
In Alicante hat sich das Moratorium gegen neue Touristenwohnungen spürbar ausgewirkt. Nach Daten des Branchenverbands Exceltur gab es in den Sommermonaten 2026 in der Stadt 11,3 Prozent weniger Plätze in Ferienwohnungen als im gleichen Zeitraum 2025.
Für Alicante nennt die Quelle als Hintergrund das Moratorium, das die Eröffnung neuer viviendas de uso turístico, kurz VUT, also touristisch genutzter Wohnungen, verhindert. Hinzu kamen 2026 neue kommunale Zuständigkeiten, um Verstöße zu sanktionieren.
Rückgang im Sommer schwächer als zu Jahresbeginn
Der Rückgang fiel im Sommer schwächer aus als noch in den ersten fünf Monaten des Jahres. Über alle 25 größten spanischen Provinzhauptstädte hinweg lag das sommerliche Minus bei 8,3 Prozent, nachdem es von Januar bis Mai noch 11,3 Prozent gewesen war.
Nach Angaben von Exceltur erreichten die 25 untersuchten Städte im Sommer zusammen höchstens 352.180 Plätze in Touristenwohnungen. Das waren fast 33.000 weniger als im vorherigen Vergleichszeitraum.
Warum der Effekt im Sommer nachließ
Exceltur führt die abgeschwächte Entwicklung unter anderem auf eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zurück. Das Gericht hob nach Darstellung der Quelle das einheitliche Reisendenregister auf. Diese Regel hatte laut Exceltur zusammen mit regionalen und kommunalen Maßnahmen dazu beigetragen, Unterkünfte ohne legale Voraussetzungen vom Markt zu nehmen.
Das einheitliche Register für Kurzzeitvermietungen trat am 1. Juli 2025 in Kraft. Es verpflichtete dazu, einen Identifikationscode zu haben, um Ferien- oder Saisonwohnungen legal zu betreiben und auf digitalen Plattformen anzubieten.
Was die Zahlen erfassen
Die Daten beziehen sich auf Plätze, nicht auf Wohnungen. Sie stammen laut der Quelle von Exceltur und beruhen auf AirDNA-Informationen auf Basis des spanischen Statistikamts INE.


