Zu sehen ist ein belebtes Regatta-Dorf an einer Marina mit modernen Segelyachten, vielen Besuchern entlang der Uferpromenade sowie weißen Eventzelten und zahlreichen Flaggen (KI-Symbolbild).
Alicante

The Ocean Race verlässt Alicante nach Start 2027

Symbolbild, KI-generiert

AVon · 23. Oktober 2026, 06:02 Uhr

Alicante verliert The Ocean Race als Starthafen. Der letzte Start der Weltumsegelung ist für den 17. Januar 2027 geplant; danach übernimmt Porto die Ausfahrten ab 2030.

The Ocean Race wird sich nach dem Start am 17. Januar 2027 von Alicante verabschieden. Das geht aus Angaben der Organisatoren hervor, über die EFE und Alicante Plaza berichten. Für die Stadt endet damit nach sechs Ausgaben eine der prägenden Großveranstaltungen der vergangenen zwei Jahrzehnte.

Bestätigt wurde der Wechsel dem Bericht zufolge am Mittwoch zugunsten von Porto in Portugal. Dort sollen die Starts der Regatten 2030, 2034 und 2038 stattfinden.

Mehr als 500 Millionen Euro für das Bruttoinlandsprodukt

Nach Angaben der Veranstalter hat The Ocean Race in den ersten fünf Ausgaben mit Start in Alicante 2008, 2011, 2014, 2017 und 2022 einen wirtschaftlichen Effekt von rund 467 Millionen Euro auf das Bruttoinlandsprodukt erzeugt. Hinzu kommt noch, was der letzte Start im Januar 2027 bringt. Insgesamt werde der Effekt damit bei mehr als 500 Millionen Euro liegen.

Für den Zeitraum von 2008 bis 2022 nennen die zugrunde liegenden Studien von PwC und Deloitte sowie Medienanalysen von Nielsen, Meltwater und SMG insgesamt 1.648.702 Besucher bei den Aktivitäten im Hafen rund um die Starts. Außerdem seien 8.011 feste Arbeitsplätze entstanden.

Auch die mediale Reichweite war groß: Laut den Angaben erschienen 59.260 Berichte in Medien auf fünf Kontinenten mit Bezug auf Alicante als Starthafen. Dazu kamen demnach mehr als 1 Milliarde Fernsehzuschauer und mehr als 200 Millionen Pressekontakte.

Was in Alicante bleibt

Unabhängig vom Abschied als Starthafen verfügt Alicante seit 2012 über das The Ocean Race Museum. Es befindet sich in der früheren Seestation von Orán im Hafen und umfasst rund 1.300 Quadratmeter. Daneben sitzt dort auch die Organisation der Regatta in einem benachbarten Gebäude.

Zu den Einrichtungen gehört nach dem Bericht auch ein rund 40 Quadratmeter großer Kontrollraum, der nach dem Vorbild von NASA-Anlagen gestaltet ist. Von dort aus können Besatzungen und Boote per Satellit rund um die Uhr verfolgt werden.

Letzter Start mit langer Etappe

Der Abschied aus Alicante fällt in eine Ausgabe mit einer besonders langen Etappe: Die Boote sollen rund 14.000 Seemeilen bis zu den Antipoden auf Höhe von Auckland in Neuseeland zurücklegen. Für diesen Abschnitt werden 35 Tage angesetzt; laut Bericht wäre das die längste und härteste Strecke aller Ausgaben.

Neben dem sportlichen Teil sollen die Boote auch Wasserproben aus wenig befahrenen Meeresgebieten sammeln und sie wissenschaftlichen Zentren in mehreren Ländern für Untersuchungen zur Verfügung stellen.

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