
Variable Hypotheken in Spanien werden im Oktober teurer
Für viele Wohnungseigentümer an der Küste wird die Finanzierung teurer: Der Euribor mit zwölf Monaten Laufzeit, an den in Spanien die meisten variablen Immobilienkredite gekoppelt sind, hat den Oktober mit einem Monatsdurchschnitt von 3,239 Prozent beendet, berichtet das Portal idealista. Vor einem Jahr lag der Wert bei 2,187 Prozent.
Das ist vor allem für Leser wichtig, die eine Wohnung oder ein Haus in Spanien mit variablem Zinssatz finanzieren. Die Erhöhung trifft nicht alle sofort, sondern bei der nächsten vertraglich vorgesehenen Zinsanpassung. Dann wird der neue Euribor-Wert in die Rate eingerechnet.
Was das für die Monatsrate bedeutet
Als Beispiel nennt der Bericht eine durchschnittliche Hypothek über 150.000 Euro, abgeschlossen für 25 Jahre mit einem Aufschlag von 1 Prozentpunkt auf den Euribor. In diesem Fall steigt die Belastung um rund 1.000 Euro im Jahr. Das sind rechnerisch etwa 83 Euro mehr pro Monat.
Bei einem Darlehen über 300.000 Euro erhöht sich die Jahresrate um etwa 2.100 Euro. Das entspricht rechnerisch 175 Euro mehr im Monat.
Wie stark die eigene Rate steigt, hängt vom verbliebenen Kreditbetrag, den bereits getilgten Jahren und dem angewendeten Zinssatz ab.
Warum der Euribor hoch bleibt
Hintergrund ist die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank. Sie hat ihren Leitzins am 29. Oktober 2026 bei 2,5 Prozent belassen und zugleich die Möglichkeit einer weiteren Erhöhung im Dezember offengelassen.
Im Tageswert lag der Euribor am letzten Handelstag des Monats bei 3,306 Prozent. Der Monatsdurchschnitt im Oktober war damit etwas niedriger als im September, als er bei 3,247 Prozent lag.


